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Auf der Zielgeraden: Die Silver Spitfire ist wieder in Europa

Das Ende des Abenteuers kommt langsam in Sicht: Die Supermarine Spitfire Mk IX mit dem Kennzeichen G-IRTY ist auf ihrer Weltumrundung wieder in Europa angekommen. 

26.11.2019

Die Silver Spitfire ist nach der Überquerung des Mittelmeeres wieder in Europa angekommen. © Silver Spitfire

Jetzt geht es Schlag auf Schlag, und das Ziel kommt langsam in erreichbare Nähe: Die Supermarine Spitfire Mk IX ist auf ihrer Weltumrundung wieder in Europa gelandet. Das einmotorige Jagdflugzeug mit dem Kennzeichen G-IRTY und dem Spitznamen „Silver Spitfire“ war in dieser Woche über Jordanien nach Ägypten geflogen und hatte vom Flughafen von Alexandria am Sonntag zum Sprung über das Mittelmeer angesetzt. In Jordanien hatte das historische Flugzeug zuvor einen Flug in Formation mit dem Kunstflugteam Royal Jordanian Falcons und ihren Extra-Aerobatikflugzeugen absolviert.

Zwischenlandung in Heraklion

Nach einer Zwischenlandung in Heraklion auf Kreta reichten 46 Minuten Flugzeit, bis die G-IRTY ihre Räder in Athen wieder auf dem europäischen Festland aufsetzen konnte. Aufgrund von Gewittern auf der geplanten Route hatte sich das Team zu einer Übernachtung in Athen entschlossen. Heute stand mit einer Flugzeit von zweieinhalb Stunden wieder ein langer Flug auf dem Plan. Er führte vom Flughafen der griechischen Hauptstadt nach Pescara in den italienischen Abruzzen. Danach ging es weiter nach Padua westlich von Venedig.

Über der Adria wurde die Silver Spitfire und ihr Begleitflugzeug, eine PC-12, von einem Eurofighter sowie einem AMX-Kampfjet der Aeronautica Militare abgefangen und eskortiert.

Der Flug der Silver Spitfire ist eine Premiere, denn obwohl die Supermarine Spitfire in großer Zahl im Zweiten Weltkrieg gebaut worden und auf verschiedensten Kriegsschauplätzen weltweit zum Einsatz gekommen ist, hat noch nie zuvor eine Spitfire den Erdball fliegend umrundet.

Nicht nur logistisch, auch fliegerisch ist das Unternehmen #LongestFlight eine Herausforderung. Die Spitfire war kein Langstreckenjäger und verfügt nur über eine maximale Reichweite von 850 nautischen Meilen (1.577 Kilometer) bei idealen Bedingungen. Die beiden Piloten der Silver Spitfire, Matt Jones und Steve Brooks, sind zwar im Instrumentenflug ausgebildet, aber die G-IRTY ist nicht für IFR-Flüge ausgerüstet oder zugelassen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • 28.11.2019
    Unsere Flugzeugspotter-Homebase heisst LSZR, St. Gallen – Altenrhein.
    Wir warten sehnlichst auf die Ankunft der extremen Weltumrunder.
    Siehe dazu die private Homepage „approach-bigler.ch“.

    Carlos und Hermann Bigler
    Happy Landing!

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