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Die Lufthansa schickt ihre Junkers Ju 52 ins Museum

Eine alte Dame geht in ihren finalen Ruhestand. Die Lufthansa hat entschieden, die Junkers Ju 52 der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung (DLBS) in ein Museum zu geben. Welches Museum es werden soll, hat die Kranich-Airline noch nicht veröffentlicht. 

16.04.2019

Die Ju 52 der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung flog in den Sommermonaten Hunderte von Passagieren. © Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung

Eine solche Entscheidung stand schon länger im Raum und wurde von vielen Luftfahrt-Enthusiasten befürchtet. Nun wurde sie offiziell getroffen und verkündet: Die Junkers Ju 52  „D-AQUI“ der Lufthansa wird nicht mehr fliegen. Der dreimotorige Oldtimer, der als fliegender Werbe- und Sympathieträger für die Lufthansa seit 1986 rund 250.000 Passagiere in Europa befördert hat, wird nun endgültig aufs Altenteil geschoben, teilte die Lufthansa mit. „Das Flugzeug ist 83 Jahre alt und wird in einem angemessenen Rahmen für die Zukunft bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, schrieb die Lufthansa in einer Aussendung.

Ju 52 D-AQUI

Nach 11.500 Flugstunden im Dienst der Kranich-Airline ist der Fluggesellschaft der Betrieb zu aufwendig geworden, obwohl die Besatzungen das Flugzeug in ihrer Freizeit flogen. Auch, wenn es nicht öffentlich gesagt wird, hat der Absturz der Schweizer Ju 52 im vergangenen Sommer ebenfalls zu der Entscheidung des Lufthansa-Managements, den Flugbetrieb mit dem Veteranen nicht mehr fortzusetzen, klar beigetragen. Welches Museum die Ju 52 in welcher Form (Verkauf, Schenkung, Dauerleihgabe) erhalten wird, ist momentan nicht entschieden. Man sei mit renommierten Einrichtungen in der Diskussion, teilte die Airline mit, und es werde eine angemessene museale Lösung entwickelt. Die Ju 52 steht momentan bei der Lufthansa Technik in Hamburg in einem Hangar. Dorthin war sie Anfang dieses Monats per Straßentransport aus München verbracht worden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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