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Flügelholme der Schweizer Connie müssen inspiziert werden

Das Treffen des Vorstands der Super Constellation Flyers Association (SFCA) und Vertretern des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) am 30. November brachte ein niederschmetterndes Ergebnis: Die Flügelholme der Super Constellation müssen inspiziert werden. Wenn nicht schnell eine alternative Inspektionsmethode gefunden wird, müssen dazu die Tragflächen des historischen Flugzeugs entfernt werden. Wann die HB-RSC wieder fliegen wird, ist derzeit völlig unklar.

20.12.2018

Die Flügelholme der Schweizer Super Constellation müssen untersucht werden, so dass derzeit völlig unklar ist, ob und wann das Flugzeug wieder fliegen wird. © Paul Kaps

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat nach den tragischen Ereignissen mit historischen Flugzeugen der letzten Monate ein besonderes Augenmerk auf alle Flugzeug-Veteranen im Schweizer Luftfahrzeug-Register gerichtet. Davon betroffen ist auch die Lockheed Super Constellation mit dem Kennzeichen HB-RSC der Super Constellation Flyers Association (SCFA).

Die größten Befürchtungen der SCFA-Verantwortlichen wurden nun Wirklichkeit: Die jüngsten Inspektionen haben ergeben, dass das bei Reparaturen der Hauptholme verwendete Material Aluminium 7075 T6 zu Korngrenzen-Korrosion neigt. Deshalb müssen alle vier Flügelholme des historischen Verkehrsflugzeuges inspiziert und bei Bedarf ersetzt werden. Dazu wird es ein Treffen mit den Verantwortlichen des BAZL geben, um einen Handlungsplan zu erstellen.

Neuaufbau der Tragflächen?

Es ist aus heutiger Sicht noch völlig unklar, wann und ob die HB-RSC wieder fliegen wird, denn eine Holminspektion ist sehr aufwendig. Dazu müssen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tragflächen vom Rumpf getrennt werden. Das Entfernen und Ersetzen aller Holme käme einem kompletten Neuaufbau der Tragflächen gleich und würde die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bei weitem übersteigen. Deswegen suchen Techniker nach einer weniger aufwendigeren und günstigeren Inspektionsmethode.

Der Vorstand der SFCA gibt sich optimistisch, dass das Projekt fortgeführt werden kann und will seine Mitglieder mit seinem nächsten Newsletter über den Stand der Dinge informieren.

Bob Fischer 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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