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Honeywell schickt seine Convair 580 in Rente

Honeywell Aerospace hat eines seiner ältesten Testflugzeuge außer Dienst gestellt. Die Convair 580 wurde 1952 gebaut und war seitdem kontinuierliche im Einsatz, zunächst bei Airlines, seit 1992 als Testflugzeug. Ihre Zukunft liegt jetzt in einem Museum in Kanada. 

29.04.2019

Honeywell hat sein Convair 580-Testflugzeug, mit dem unter anderem neue Wetterradare erprobt wurden, in den Ruhestand geschickt. © Honeywell

Mit 67 darf man in Rente gehen, auch als Testflugzeug. Der US-Aerospace-Konzern Honeywell hat sich nun entschlossen, sein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug vom Typ Convair 580 nach 67 Dienstjahren in den Ruhestand zu schicken. Anfang April absolvierte das Flugzeug mit dem Kennzeichen N580HW seinen letzten Flug im Auftrag von Honeywell.

Die Karriere begann bei United Airlines

Das 1952 gebaute Flugzeug begann seine Karriere als Passagierflugzeug bei United Airlines, wo es bis 1966 flog. Danach folgte eine 13-jährige Anstellung bei Frontier Airlines, bevor die Convair 580 für verschiedene kleinere Fluggesellschaften flog. 1992 kaufte AlliedSignal das Flugzeug und baute es zu einem Avionik-Testflugzeug um. 2000 fusionierten AlliedSignal und Honeywell und damit kam die Convair zur Honeywell-Testflotte.

Das Cockpit des Convair 580-Testflugzeugs von Honeywell Aerospace ist noch analog. © Honeywell Aerospace

Dort bewährte sich das robuste zweimotorige Flugzeug als Erprobungsträger für neue Wetterradare sowie Verkehrswarn- und Anti-Kollisionssystem. Die Testflüge führte die N580HW in Stürme und Gewitterzellen hinein sowie in enge Gebirgstäler, um die Genauigkeit von Geländewarnsystemen im Flug zu erproben. „Man muss schon Vertrauen in sein Flugzeug haben, um im Gebirge, in der Nähe von Vulkanen oder in Stürmen zu fliegen“, sagte Randy Moore, der Cheftestpilot von Honeywell Aerospace anlässlich der Außerdienststellung der Convair. „Wenn du so nahe am Boden fliegst, bekommst du eine Menge Turbulenzen mit. Zum Glück ist die Convair für solche Belastungen ausgelegt und hat sehr zuverlässige Triebwerke.“

Zukunft im Museum

Das Flugzeug wird trotz seines Alters aber nicht verschrottet. Es wird zum Museumsstück umfunktioniert. Barry Lapointe von KF Aviation plant, ein Luftfahrtmuseum in Kelowna in der kanadischen Provinz British Columbia aufzubauen. Die Convair soll dort als Exponat an die Errungenschaften erinnern, die Honeywell der Luftfahrt gebracht hat.

Zur Testflotte von Honeywell Aerospace gehören nach der Ausmusterung der Convair noch eine Boeing 757-200, zwei Gulfstream G550, eine G650, eine Dassault Falcon 7X, eine Dassault Falcon 900EX, eine Bombardier Challenger 300, eine Beechcraft King Air 300 sowie ein Hubschrauber des Typs Leonardo AW139.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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