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Nur noch eine Etappe: Silver Spitfire fast zu Hause

Jetzt kann auf dem Goodwood Airport in England schon einmal der Champagner kalt gestellt werden: Die Silver Spitfire muss nur noch eine einzige Etappe bewältigen, dann hat sie es geschafft und ist als erste Supermarine Spitfire überhaupt einmal um die Erde geflogen. Der Flug von Lelystad nach Goodwood ist für Donnerstag geplant.

3.12.2019

Die Sliver Spitfire rollte nach der Landung in Lelystad auf das Geländer des Aviodrome. © Jasper van der Heiden

Nur noch eine Etappe, dann ist die erste Weltumrundung mit einer Supermarine Spitfire gelungen. Gestern ist das Team um die beiden Piloten Steve Brooks und Matt Jones mit dem historischen Jagdflugzeug mit dem Kennzeichen G-IRTY sowie seinem Begleitflugzeug Pilatus PC-12 NG in Lelystad gelandet.

Am Samstag waren sie nach einer Alpenüberquerung im schönsten Sonnenschein in Friedrichshafen gelandet. Von dort ging es mit einem Zwischenstopp in Altenburg bei tiefen Wolkenuntergrenzen weiter nach Schönhagen südlich von Berlin. Der Pilot twitterte nach dem Flug: „Wir haben es bis Schönhagen geschafft. Großartige Anstrengung des Teams mit herausforderndem Wetter in der Gegend.“ 

Am Montag musste sich das Team ebenfalls in Geduld üben. Es war morgens nicht klar, ob ein Sichtflug in die Niederlande angesichts des Wetters überhaupt möglich sein würde. Am Nachmittag um kurz nach 14.00 Uhr öffnete sich ein Fenster mit fliegbarem Wetter, welches die Crew der G-IRTY nutzen konnte.

Tiefe Wolkenuntergrenzen

Die Spitfire blieb mit ihrer Begleitung zunächst auf 2.000 Fuß Höhe und konnte dann zeitweilig über der norddeutschen Tiefebene auf 6.000 Fuß steigen, allerdings nicht für lange, denn dann türmten sich immer wieder Wolken vor den beiden Flugzeugen auf. Mit westlichem Kurs ging es über Brandenburg an der Havel, Magdeburg, nördlich des Harzes, südlich von Hannover und nördlich von Osnabrück nach Lelystad, wo die Spitfire nach einer Flugzeit von eineinhalb Stunden aufsetzte.

Damit bleibt dem Flugzeug und der Crew nur noch eine Etappe, dann haben sie  die Erdumrundung mit einer Spitfire geschafft. Jetzt unterziehen die Techniker das Flugzeug einer letzten Wartung vor der letzten Etappe. Sollte das Wetter mitspielen, dann wird die G-IRTY am Donnerstag zu ihrer 74. und letzten Etappe des „Longest Flight“ – so der Spitzname der Weltumrundung – aufbrechen, die mit der Landung auf dem Chichester/Goodwood Airport ihr Ende findet.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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