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Martinair Flight Academy bildet nur noch für die KLM aus

Die Flugschule Martinair Flight Academy bildet momentan nur noch Piloten für die niederländische Fluggesellschaft KLM aus, da die eigene KLM-Flugschule nicht ausreichend Piloten für die zu besetzenden Stellen ausbilden kann.

19.06.2018

Die Martinair Flight Academy betreibt unter anderem vier TB10 als Schulflugzeuge. © Martinair Flight Academy

Derzeit bildet die Martinair Flight Academy (MFA) aus Lelystad nur noch Piloten für die niederländische KLM aus. Das hat die Approved Training Organization (ATO), die ein Teil der Air France-KLM ist, mitgeteilt. Es hatte sich schon vor einiger Zeit abgezeichnet, dass die KLM Flight Academy nicht so viele Piloten ausbilden kann, wie derzeit von der Fluggesellschaft benötigt werden. Noch vor ein paar Jahren bestand ein Überhang an ausgebildeten Piloten, mit der Folge, dass frisch ausgebildete Absolventen von Flugschulen keinen Arbeitsplatz im Cockpit bekamen. Heute stellt sich die Situation deutlich anders dar: Die Flugschulen können nicht genug Piloten ausbilden, um den Bedarf an qualifizierten Piloten zu decken. Grund dafür ist einerseits das ungebrochene Wachstum des Luftverkehrs, aber andererseits auch der Generationswechsel im Cockpit, der durch das Erreichen des Ruhestandsalters von vielen Piloten ausgelöst wurde.

Mangel an Ausbildungskapazitäten

“Aufgrund eines Mangels an Ausbildungskapazitäten auf nationaler und internationaler Ebene, hat uns die KLM Flight Academy (KLS) um unsere volle Unterstützung bei der Ausbildung von Piloten für die KLM gebeten„, sagte John Hayward, der Accountable Manager der MFA.

Als Ergebnis dieser Bitte um Unterstützung hat die MFA sämtliche Ausbildungsplätze mit Kandidaten für die KLM besetzt. Deswegen hat die am Lelystad Airport beheimatete Flugschule keine Plätze mehr für andere Flugschüler und nimmt auch keine ATPL- und PPL-Schüler mehr auf. Die MFA bietet pro Jahr drei Lehrgänge für jeweils zwölf Flugschüler an. Die Ausbildung bei der Flight Academy dauert im Durchschnitt zwei Jahre. Die MFA betreibt eine Flotte von vier Sonaca TB10, einer TB20 und einer Diamond Aircraft DA42.

Die MFA betont, dass es auch weiterhin möglich sei, an den Wochenende bei ihr Flugzeuge zu chartern. Alle bestehenden Ausbildungsverträge würden erfüllt. „Wir bedauern es sehr, dass wir diese Entscheidung in diese Richtung fällen mussten, da wir wissen, dass wir damit einige junge Menschen enttäuschen, die sich ihren Traum vom Fliegen erfüllen wollten“, sagte Hayward.

Bob Fischer

 

 

 

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