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Zwei Tage Streik: UFO verschärft den Druck auf die Lufthansa

Die Flugbegleiter der Lufthansa legen morgen und übermorgen die Arbeit nieder, um ihrer Forderung nach mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen. Die Lufthansa scheiterte mit einem Eilantrag beim Arbeitsgericht in Frankfurt, um den Streik noch abzuwenden. 1.300 Flüge werden wohl in den nächsten beiden Tagen ausfallen.

6.11.2019

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO will die Lufthansa bestreiken. © Volker K. Thomalla

Für morgen, den 7. und Freitag, den 8. November, hat die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ihre Mitglieder zu einem Streik bei der Lufthansa aufgerufen. Die Lufthansa hatte noch mit einem Eilantrag beim Arbeitsgericht in Frankfurt versucht, den Streik zu verhindern, doch das Gericht sah den Streikaufruf als rechtens an und lehnte heute morgen den LH-Antrag ab. Die Airline verurteilte den Streikaufruf „auf das Schärfste“,  plant aber 1.300 Flüge an beiden Tagen ausfallen zu lassen, weil sie befürchtet, dass viele Kabinenmitarbeiter dem UFO-Aufruf folgen. Rund 180.000 Passagiere sind von der Arbeitsniederlegung betroffen. Die Airline hat einen Sonderflugplan erstellt, nach dem am Donnerstag rund 2.300 der 3.000 eigentlich geplanten Flüge und am Freitag 2.400 Flüge stattfinden werden.

Einladung zum Dialog

Noch gestern hatte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group, Carsten Spohr, kurzfristig mit Arbeitnehmervertretern von UFO, Verdi und CU sprechen wollen. Er hatte sie schriftlich zu einem Gespräch eingeladen. In dem Schreiben hieß es: „Die verfahrene Situation in der Kabine, die in dieser Woche zu einem weiteren Arbeitskampf zu führen droht, ist weder unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch unseren Kunden länger zumutbar. Für unser Unternehmen und sicherlich auch für Sie als Interessensvertreter der Kabine ist diese Entwicklung äußerst bedauerlich. Eine Lösung kann nur im Dialog liegen.“ 

Allerdings fand der Vorschlag des Lufthansa-Chefs kein Gehör mehr, nachdem bekannt wurde, dass die Lufthansa Berufung gegen die Ablehnung ihres Eilantrags beim Landesarbeitsgericht eingelegt hat. Besonders negativ stieß den UFO-Funktionären auf, dass die Airline die beiden UFO-Vorsitzenden Sylvia de la Cruz und Daniel Flohr persönlich verklagen will. Die Arbeitnehmervertretung spricht in diesem Zusammenhang von einer „persönlichen Hexenjagd mit Ordnungshaftandrohung und angedrohtem Schadenersatz in Millionenhöhe.“

Volker K. Thomalla

 

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