Homepage » Berufe » Lufthansa Aviation Training blickt auf Rekordjahr zurück

Die Lufthansa Group war immer in der Pilotenausbildung aktiv. Nun benötigt die Branche so viele Piloten wie lange nicht mehr, mit der Folge, dass in diesem Jahr eine Rekordzahl an zukünftigen Pilotinnen und Piloten ihre Ausbildung bei der Lufthansa-Tochter European Flight Academy (EFA) begonnen hat.

17.12.2018

Zwei Cirrus SR20 für Lufthansa Aviation Training fliegen über den Great Smokey Mountains in Tennessee. © Cirrus Aircraft

Die Lufthansa Group hat in der jüngsten Vergangenheit ihre verschiedenen Einrichtungen für die fliegerische Ausbildung unter dem Dach der Lufthansa Aviation Training (LAT) gebündelt. Ihre Tochter European Flight Academy (EFA) betreibt Flugschulen in Deutschland, der Schweiz und in den Vereinigten Staaten.

Aufgrund des momentan hohen Bedarfs an Piloten haben in diesem Jahr so viele Flugschüler wie noch nie zuvor bei der EFA ihre Ausbildung zum Verkehrspiloten begonnen. Über 450 jungen Frauen und Männern haben in diesem Jahr bei der EFA ihre ersten fliegerische Ausbildungsschritte unternommen.

„Der klare Fokus von LAT im Jahr 2018 lag auf der Rekrutierung und der Ausbildung neuer Piloten für die Lufthansa Group. Fast 500 Flugschülern höchste Qualität zu bieten war und ist auch für uns durchaus herausfordernd. Dank unserer hochmodernen Flotten und Schulungskonzepte sowie effizienter Strukturen blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück und sind bestens vorbereitet auf die Aufgaben der Zukunft“, kommentierte Ola Hansson, Geschäftsführer von Lufthansa Aviation Training, die derzeitige Situation der Flugschulen.

Investitionen in eine neue Trainer-Flotte

2018 ist aber auch das Jahr, in dem die LAT mit der Erneuerung ihre Trainingsflotte begonnen hat. Die Beech F33 Bonanza und die Piper PA-44 Seminole haben ausgedient und werden durch die einmotorige Cirrus SR20 beziehungsweise die zweimotorige DA42 TwinStar von Diamond Aircraft ausgewechselt.

Addierte man alle Flugstunden der LAT-Flugschüler aus diesem Jahr, ergibt sich auch eine Rekordzahl. Insgesamt 6 Jahre und 11 Tage war die EFA-Flotte im Jahr 2018 in der Luft. Dabei legten die Flugzeuge mit ihren Besatzungen eine Strecke von über zehn Millionen Kilometern zurück, das entspricht 268 Erdumrundungen.

Durch den Einsatz der neuen Trainingsflugzeuge konnten die Schulen günstiger und effizienter ausbilden. Dank modernster Antriebe sparten die Flugschulen rund ein und ein Drittel Treibstoff gegenüber den bisherigen Flugzeugmustern ein, teilt LAT in einer Aussendung mit.

Gelernt wird heute nicht mehr auf Papier, sondern digital auf dem Tablet. Sämtliche Unterlagen der Theorieausbildung hat das Unternehmen für die Tablet-Nutzung optimiert. Dadurch haben die EFA-Flugschulen allein  2018 rund 700.000 Seiten Papier eingespart. Aufeinander gestapelt, so hat es die Lufthansa ausgerechnet, ergäbe das einen Papierturm von 167 Metern Höhe.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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