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All you can fly – Surf Air startet in Europa

Das amerikanische Business-Aviation-Unternehmen Surf Air hat den Flugbetrieb in Europa aufgenommen. Das Geschäftsmodell der Firma erlaubt den Kunden, für einen monatlichen Beitrag so viel zu fliegen, wie sie wollen. In Kalifornien funktioniert das Modell perfekt.

Surf Air fliegt in Kalifornien Passagiere sehr erfolgreich mit der Pilatus PC-12. © Surf Air

Surf Air will die Vorteile de Business Aviation für eine größere Zahl von Menschen verfügbar machen. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen hat ein All-you-can-fly-Geschäftsmodell entwickelt, dass es Mitgliedern des Surf-Air-Programms erlaubt, gegen einen Monatsbeitrag unbegrenzt zu fliege. Es gibt zwei Mitgliedskategorien, die Mitgliedschaft bei der einen erlaubt den Teilnehmern, so oft sie wollen, auf einer bestimmten Strecke zu fliegen, die andere Kategorie erlaubt den Mitgliedern, auf dem gesamten Streckennetz zu fliegen.

In Kalifornien und in Texas ist Surf Air seit 2013 etabliert und verbindet 17 Städte mit schlechter Verkehrsanbindung mit den Metropolen. Zu den Mitgliedern dort zählen auch Pendler, die Surf Air nutzen, um zur Arbeit zu fliegen. In den USA setzt das Unternehmen derzeit die Pilatus PC-12 ein.

PC-12 für kurze, Phenom 300 für längere Strecken

Dieses Flugzeugmuster soll in Europa ab September auf kurzen Strecken genutzt werden, allerdings hat Surf Air vor einer Woche seinen Flugbetrieb in Europa mit einer Embraer Phenom 300 gestartet. Der Erstflug führte die Teilnehmer, die im FBO von Signature Flight Support in London-Luton zustiegen, nach Ibiza. Als nächste Destination wird in den nächsten Tagen Cannes hinzukommen.

Das Unternehmen wirbt für sich mit allen Vorzügen, die die Business Aviation zu bieten hat: Buchung über eine App (das ist zugegebenermaßen nur bei wenigen Executive-Charterunternehmen möglich), sowie das Eintreffen am Flughafen 15 Minuten vor Abflug. Bei einer Linienfluggesellschaft wäre dies nicht möglich.

Die Expansion des Streckennetzes ist fest eingeplant: Als nächste Destinationen werden Zürich, Genf und Mailand in das Surf-Air-Streckennetz aufgenommen. Kurze Strecken bedient das Unternehmen auch in Europa mit der Pilatus PC-12, die ja nun auch gewerblich bei Nacht und IFR-Bedingungen gewerblich legal fliegen darf. Für größere Distanzen setzt Surf Air auf die Embraer Phenom 300. Die Mitgliedschaft beginnt bereits bei einem Beitrag von monatlich 1.750 Pfund Sterling.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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