Homepage » Business Aviation » Die FAA hat Bombardiers Global 7500 zugelassen

Mit einer Reichweite von 7.700 nautischen Meilen ist Bombardier neues Flaggschiff Global 7500 ein echter Ultralangstreckenjet. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat dem neuen Business Jet gestern die Musterzulassung erteilt.

8.11.2018

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Bombardier die FAA-Zulassung für sein neues Flaggschiff Global 7500 Anfang November 2018 erteilt. © Bombardier

Nachdem die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada dem Ultralangstrecken-Business Jet Global 7500 von Bombardier Business Aircraft am 28. September dieses Jahres die Musterzulassung erteilt hat, folgte gestern die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) und zertifizierte das neue Flaggschiff des Herstellers. Damit ist der Weg frei für Auslieferungen an Kunden in den Vereinigten Staaten.

Bombardier Global 7500

Die erste Global 7500 soll vor Ende dieses Jahres an einen Kunden ausgeliefert werden, so der Hersteller. „Die Global 7500 hat bewiesen, dass sie das leistungsfähigste Flugzeug in dieser Industrie ist, und sie verspricht, den Markt zu revolutionieren und das Gesicht der Business Aviation zu verändern“, sagte Michel Ouellette, Vorstandsmitglied für die Global 7500 und Global 8000-Programme bei Bombardier Business Aircraft.

Im Rahmen der Flugerprobung des von dem GE Passport-Turbofan angetriebenen Twinjets fanden die Techniker heraus, dass die zunächst errechnete Reichweitenangabe von 7.400 nautischen Meilen zu konservativ gerechnet war. Tatsächlich schafft das neue Bombardier-Flaggschiff eine Reichweite von 7.700 nautischen Meilen (14.20 Kilometer) und ist damit in der Lage von New York ohne Zwischenlandung nach Hongkong zu fliegen oder von San Francisco nach Singapur. Derzeit schafft nach Herstellerangaben kein anderer Business Jet diese Strecken nonstop.

Fly-by-Wire-Flugsteuerung

In die Kabine des neuen Flaggschiffs können Besitzer maximal 19 Sitze einbauen lassen. Typischerweise wählen die Kunden aber eine Bestuhlung für 12 bis 17 Passagiere. Als maximale Reisegeschwindigkeit gibt Bombardier Mach 0.925 an. Bombardier hat die Global 7500 mit einem Fly-by-Wire-System ausgerüstet, was den Piloten bei der Flugdurchführung ihre Arbeit erleichtert. Bombardier plant, die Global 7500 auch für Steilanflüge wie London City Airport zuzulassen.

Aufgrund der langen Flugdauer der Global 7500 hat Bombardier die 16,59 Meter lange und 2,44 Meter breite Kabine mit vier unterschiedlichen Kabinensektionen ausgerüstet. Zusätzlich ist noch eine Küchensektion sowie ein Ruheabteil für die Besatzung in der Kabine installiert. Optional ist sogar ein Dampfgarer für die Galley erhältlich. Ebenfalls auf der Liste der aufpreispflichtigen Sonderausstattungen steht eine Dusche.

Bombardier hat einen neuen Sitz entworfen, dessen Name „Nuage“ (französisch für Wolke) schon darauf hinweist, dass sich die Nutzer dieses Sessels wie auf Wolken gebettet fühlen sollen. Derzeit ist der neue Passagiersessel ausschließlich für Flugzeug der Global-Familie erhältlich.

Das Kabinenmanagement-System nice des neuen Jets kommt von der Lufthansa Technik aus Hamburg. Für eine Konnektivität fast wie zu Hause sorgt Bombardier mit Hilfe von Ka-Band-Satellitenkommunikation. Dass soviel Flugzeug seinen Preis hat, dürfte verständlich sein. Das Preisschild auf einer typisch ausgerüsteten Global 7500 trägt eine achtstellige Zahl, deren ersten beide Ziffern 75 sind (75 Millionen US-Dollar).

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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