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Die Schweiz will ihre Regierungsjets besser auslasten

Der Schweizer Bundesrat will den Lufttransportdienst des Bundes (LTDB) besser auslasten und die Zahl der Linienflüge für die Regierungsmitglieder reduzieren. Ziel: Verringerung der externen Kosten und der Ausbildungsflüge sowie der Verwaltungslasten der Staffel.

13.10.2018

Die Dassault Falcon 900EX EASy T-785 der Schweizer Luftwaffe. © Kecko/Wikimedia Commons

„Die Jets und Helikopter des Bundesrates werden benötigt, um auf Dienstreisen genügend Flexibilität zu haben und die Reisezeit zu verkürzen“, stellt der Schweizer Bundesrat klar. „Es ist billiger, eigene vorhandene Flugzeuge zu nutzen als Linienflüge zu bezahlen.“

Im vergangenen Jahr waren die verschiedenen Flugzeuge und Helikopter des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) 824 Stunden in der Luft, 623 Stunden davon flogen sie im Einsatz für den Bundesrat. Das kostete rund 5 Millionen Franken (4,35 Millionen Euro). Allerdings flogen die Jets auch 53 Stunden leer, da die Besatzungen einen bestimmten Erfahrungs- und Ausbildungsstand brauchen. In Zukunft dürfen auch fünf Staatssekretärinnen und -sekretäre den LTDB nutzen, hat das Schweizer Parlament nun entschieden. Intern werden diese Flüge verrechnet, allerdings fließt kein Geld zwischen den einzelnen Departements.

Weniger Leer- und Positionierungsflüge

Ziel der Maßnahme ist es, Leerflüge und Schulungsflüge ohne Passagiere so weit wie möglich zu vermeiden sowie Zusatzkosten durch Flüge mit externen Dienstleistern, wie zum Beispiel kommerziellen Airlines, zu vermeiden.

Der Bundesrat beabsichtigt, die Nutzung der Dienstleistungen des LTDB attraktiver zu machen als die Nutzung externer Angebote, die sich direkt finanziell auswirken. Andere vom LTDB erbrachte Flugleistungen, einschließlich der Eidgenössischen Zollverwaltung, swisstopo und SEM, werden weiterhin intern dem Bund belastet. Darüber hinaus wird dem Bundesrat jährlich ein Bericht über die Leistungen des LTDB mit einem Überblick über die Anzahl der Flugstunden zur Verfügung gestellt.

Gil Roy

 

 

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Über Gil Roy

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Gil Roy hat Aerobuzz.fr 2009 gegründet. Er arbeitet seit 1981 hauptberuflich als Journalist. Sein Fachwissen in den Bereichen Allgemeine Luftfahrt, Luftverkehr und Nachhaltigkeit der Mobilität lassen ihn häufig als Autor in verschiedenen Fachpublikationen, aber auch in allgemeinen Medien (Air & Kosmos, l'Express, Aviasport...) erscheinen. Er ist Chefredakteur von Aerobuzz und Autor von sieben Büchern. Gil Roy hat den Literaturpreis des Aéro-Club de France erhalten und ist Träger der Médaille de l'Aéronautique.

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