Homepage » Business Aviation » Embraer hat gleich zwei neue Business Jets vorgestellt

Im Vorfeld der am Dienstag in Orlando, Florida, beginnenden Geschäftsluftfahrtmesse NBAA-BACE, hat der brasilianische Flugzeughersteller Embraer mit der Vorstellung von gleich zwei neuen Jets für eine faustdicke Überraschung gesorgt.

15.10.2018

Embraer hat am 14. Oktober 2018 mit der Praetor 500 und Praetor 600 gleich zwei neue Business Jets präsentiert. © V. K. Thomalla

Michael Amalfitano, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraer Executive Jets hat gestern zwei neue Midsize Jets des brasilianischen Flugzeugherstellers vorgestellt. Dass bei der Vorstellung unübersehbar Anleihen bei dem berühmten Fliegerfilm Top Gun aus den achtziger Jahren genommen wurden, darf durchaus als Zeichen dafür gesehen werden, dass Embraer sich bei der Fortsetzung von Top Gun engagiert hat, und dass Embraer-Jets wie die Praetor im Film vorkommen wird.

Die beiden neuen Geschäftsreisejets haben jedoch bereits das Projektstadium hinter sich gelassen und waren bei der Vorstellung in einem Hangar im Vorfeld der Dienstag beginnenden Geschäftsluftfahrtmesse NBAA-BACE in Orlando, Florida, als reale, fliegende Prototypen zu sehen. Der Midsize Jet Praetor 500 und der Super Midsize Jet Praetor 600 ergänzen die beiden Muster Legacy 450 und Legacy 500, mit denen Embraer bereits dieses Marktsegment besetzt.

Praetor 500 und Praetor 600

Die beiden neuen Neuen beruhen konstruktiv weitgehend auf der Legacy 450 und 500, wurden aber modifiziert und technologisch weiterentwickelt. Sie nutzen den identischen Rumpfdurchmesser wie die Legacy 450/500. Die Praetor 500 wird von zwei Honeywell-Turbofans des Typs HTF7500E mit einem Startschub von je 6.540 lbs (29,08 kN) angetrieben und bietet ihren Nutzern eine Reichweite von 3.250 nautischen Meilen (6.019 Kilometer). Im High-Speed-Cruise schafft sie 462 Knoten True Airspeed. In der neu gestalteten Kabine finden zwischen sieben und neun Passagiere Platz. Als Listenpreis für den Fly-by-Wire-Jet ruft Embraer 16,995 Millionen US-Dollar (14,72 Millionen Euro) auf. Nach der Zulassung will der Hersteller die erste Praetor 500 im dritten Quartal 2019 an einen Kunden übergeben.

Die Praetor 600 kommt in Q2 2019

Bereits ein Quartal früher, nämlich im zweiten Quartal 2019, will Embraer die größere Praetor 600 an den Erstkunden übergeben. Der ebenfalls von zwei Honeywell-Turbofans angetriebene Super Midsize Jet ist etwas größer als die Praetor 500 und bietet zwischen acht und zwölf Passagieren Platz. Mit 3.900 nautischen Meilen (7.223 Kilometern) Reichweite wird die Praetor 600 den Spitzenplatz in ihrer Klasse in dieser Disziplin einnehmen. Mit 20,995 Millionen US-Dollar (18,18 Millionen Euro) laut Listenpreis hat der Hersteller sie aggressiv bepreist. Embraer sagt, dass beide Jets über die niedrigste Kabinendruckhöhe aller Midsize Jets verfügen werden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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