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Embraer liefert die erste Phenom 100 EV aus

Die neueste Version des Einsteigerjets Phenom 100, die Phenom 100 EV, ist nun offiziell im Dienst. Der Hersteller Embraer übergab das erste Exemplar an einen Kunden.

3.04.2017

Embraer hat die erste Phenom 100 EV am 31. März an einen ungenannten Kunden übergeben. © Embraer

Direkt nach der Zulassung der neuen Phenom 100 EV durch die brasilianische und die amerikanische Luftfahrtbehörde hat der Hersteller Embraer das erste Exemplar der weiterentwickelten Version an einen Kunden übergeben. Der Kunde blieb auf Wunsch ungenannt.

Die EV unterscheidet sich von der Vorgängerversion in erster Linie durch neue Triebwerke und durch neue Avionik. Die Turbofans vom Typ PW617F1-E sind mit je 1.730 lbs (7,69 Kn) Startschub stärker als die Vorgängerantriebe und erlauben dem Einsteigerjet eine Höchstgeschwindigkeit von 405 Knoten. Besonders unter Hot & High-Bedingungen bieten sie bis zu 15 Prozent mehr Startschub.

Eine größere Modifikation hat das Cockpit erfahren. Bei der Phenom 100 EV hat Embraer das Avionikpaket Prodigy Touch installiert, das auf dem Garmin G3000 beruht. Embaer hat das Paket bereits bei der Phenom 300 installiert. Das Prodigy Touch ist das erste Touchscreen-Flightdeck in einem Einsteigerjet.

Über 350 Phenom 100 sind ausgeliefert

Embraer hat die Phenom 100 2008 auf den Markt gebracht und bislang über 350 Exemplare an Kunden übergeben. Das Muster fliegt in 37 Ländern. Die Phenom 100 EV ist die dritte Version des Musters. Zu den Erstbestellern der Phenom 100 EV gehört auch die Emirates Flight Training Academy aus Dubai, die im Oktober 2016 eröffnet wurde. Die Flugschule hatte zunächst das Vorgängermodell Phenom 100E bestellt, hatte aber nach der Vorstellung der Phenom 100 EV ihre Bestellung sofort in eine für die neueste Version geändert.

Bei der Emirates Flight Training Academy steigen die Flugschüler von der Schulungseinmot direkt auf die Phenom 100 EV um. „Wir haben uns für die Phenom 100 entschieden, weil sie unserer Meinung nach der Entry-Level-Jet ist, der Flugschülern eine unvergleichliche Systemintegration und einfache Bedienbarkeit bietet. Hinzu kommen das funktionale Design, die niedrigen Betriebskosten, Leistungswerte wie bei einem Airliner und gutmütige Flugeigenschaften“, sagte Adel Al Redha, Executive Vice President und Chief Operations Officer der Emirates. „Unsere Flugschüler profitieren bei Trainingsflügen in der Phenom 100 EV von der Technologie, der Geschwindigkeit und dem Antrieb der neuesten Generation.“

Weitere Kunden für die Phenom 100 EV sind die britische Royal Air Force, die sie ebenfalls zum Pilotentraining einsetzten will, sowie das mexikanische Luftfahrtunternehmen Across.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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