Homepage » Business Aviation » Garmin stellt Head-up Display (HUD) vor

Der amerikanische Avionikhersteller Garmin hat ein Head-up Display (HUD) für Geschäftsreiseflugzeuge vorgestellt. Erster Kunde für das GHD 2100 ist Textron Aviation. Das Gerät wird in die Cessna Citation Longitude integriert.

18.05.2017

Garmin erweitert seine Avionik-Produktpalette um ein Head-up-Display. Textron Aviation integriert es in das Cockpit der Citation Longitude. © Garmin International

Garmin International baut seine Angebotspalette für Cockpit-Elektronik weiter aus. Jetzt hat das in Olathe, Kansas, beheimatete Unternehmen ein Head-up Display vorgestellt. Es wurde speziell für die Anforderungen in den Cockpits von Super-Midsize, Midsize und leichten Business Jets entwickelt. „Industriestudien haben belegt, dass das Fliegen mit einem Head-up Display bei geringen Sichten, schlechten Wetterbedingungen oder in herausfordernden Umgebungen sicherer ist“, sagte Carl Wolf, Garmins Vorstandsmitglied für Aviation Sales and Marketing. „Wir haben hart daran gearbeitet, das GHD mit den integrierten Cockpits von Garmin zu harmonisieren, um den Piloten ein nahtloses Flugerlebnis zu ermöglichen.“

HUD-Einbau auch in beengten Cockpits

Das geringe Einbauvolumen und die geringe Einbautiefe des Projektors ermöglichen den Einbau des Gerätes auch in beengte Cockpits. Das Sichtfeld der Projektionsfläche ist 30 mal 24 Grad groß. Die Symbologie im HUD entspricht der auf den Displays im Instrumentenbrett, um einen nahtlosen Übergang zwischen PFD und HUD zu ermöglichen. Die Beleuchtung des Sichtfeldes passt sich automatisch der Umgebungsbeleuchtung an. Deshalb kann das GHD 2100 in jeder Lichtsituation verwendet werden, egal ob bei Tag oder Nacht. Neben den flugrelevanten Informationen wie Geschwindigkeit, Höhe und Horizont, stellt das HUD auch Navigationsinformationen wie Flugweg, Flugplan, Autopilot-Mode, Master Warnings, Cautions und andere Informationen dar.  Im Hintergrund des HUD sind auch die Geländeinformationen des Synthetic Vision Systems (SVT) eingespielt.

Das GHD 2100 ist als erweiterteres System angelegt. Garmin sieht als künftige Optionen die Integration von Bildern eines Enhanced Vision Systems (EVS) oder anderer Kameras beziehungsweise Sensoren. Explizit eingeschlossen ist ein Combined Vision System, bei dem die Bilder des EVS mit denen des SVT zusammengefasst im HUD dargestellt werden.

Textron ist Erstkunde für das GHD 2100

Zeitgleich mit der Vorstellung des GHD 2100 präsentierte der Hersteller mit Textron Aviation auch einen Erstkunden für das Gerät. Textron Aviation hat das GHD 2100 für das neue Super-Midsize-Muster Cessna Citation Longitude ausgewählt. Dort kommt das HUD in Verbindung mit dem Garmin G5000-Avionikpaket zum Einsatz. Die Citation Longitude soll noch in diesem Jahr von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA zugelassen werden.

Garmin ist auf der Geschäftsluftfahrtmesse EBACE, die vom 22. bis zum 24. Mai in Genf stattfindet, auf dem Stand H46 als Aussteller vertreten.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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