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NOAA bestellt G550 und King Air 350 zur Wetterbeobachtung

Die Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA hat zwei neue Flugzeuge bestellt. Die beiden Special Mission-Flugzeuge sollen wichtige Daten bei der Vorhersage von Wirbelstürmen und möglichen Überflutungen liefern. 

27.08.2019

Die US-Wetterbehörde NOAA hat bei Gulfstream eine G550 als Hurricane Hunter bestellt. © Gulfstream Aerospace

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ist die Wetter- und Ozeanografie-Behörde der Vereinigten Staaten. Sie verfügt über neun Spezialflugzeuge, die mit verschiedenen Sensoren ausgestattet sind, um relevante Messungen für die Wetterbeobachtung und die -vorhersage vorzunehmen. Unter anderem betreibt die NOAA eine Gulfstream GIV, mit der sie Wirbelstürme verfolgt und Daten über die verheerenden Hurricanes zu sammeln. Gestern hat die Behörde nun zwei Aufträge für neue Flugzeuge an zwei verschiedene Flugzeughersteller erteilt.

Flugzeuge der NOAA

Der erste Auftrag ging an Gulfstream Aerospace und umfasst den Kauf einer Gulfstream G550 for 40,7 Millionen US-Dollar (36,6 Millionen Euro). Gulfstream wird das Flugzeug als grünes Flugzeug liefern, also flugfähig, aber ohne Kabinenausstattung. Ein zweiter Auftrag, der in Kürze erteilt werden soll, umfasst den Einbau der wissenschaftlichen Instrumente sowie der dazugehörigen Sensoren.

Der Umbau dauert über zwei Jahre

Der Umbau der G550 zum „Hurricane Hunter“ wird über zwei Jahre in Anspruch nehmen, so dass der von zwei Rolls-Royce BR710-Turbofans angetriebene Jet in der zweiten Jahreshälfte 2022 zur NOAA-Flotte stoßen kann. Die G550 verfügt über eine maximale Reichweite von 6.750 nautischen Meilen (12.501 Kilometer) und wird beim NOAA Aircraft Operations Center in Lakeland, Florida, stationiert.

Zusätzlich hat die NOAA gestern Textron Aviation aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas einen Auftrag erteilt. Das Unternehmen soll ein zweimotoriges Turbopop-Flugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 CER an die Behörde liefern. Der Auftragswert beläuft sich auf 11,8 Millionen US-Dollar (10,6 Millionen Euro). Die Beechcraft King Air erhält ebenfalls ein Spezialausrüstung. Ihre Aufgabe besteht darin, den Wassergehalt von Schnee und Boden zu messen, um Vorhersagen zu Überflutungen oder drohende Wasserknappheit treffen zu können. Der Umbau des zweimotorigen Turboprop-Flugzeugs ist weniger aufwendig als der des Jets. Deshalb erwartet die NOAA die Indienststellung der King Air 350 CER im Frühjahr 2021.

Dr. Neil Jacobs, der amtierende Administrator der NOAA, sagte: „Die Beobachtungen mit der hoch fliegenden Gulfstream werden die Vorhersage-Fähigkeiten der NOAA sowie die Verfolgung von Wirbelstürmen erheblich verbessern, während die King Air auf ihren Mission wichtige Daten für die Abwehr von Überflutungen an der Küste und im Binnenland liefern wird.“

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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