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Pilatus Aircraft eröffnet neues Werk in Colorado

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hat ein neues Endmontagewerk für seine Geschäftsreiseflugzeuge PC-12 NG und PC-24 in den Vereinigten Staaten eröffnet. Dort erhalten die Flugzeuge ihre Innenausstattung sowie ihre endgültige Lackierung, bevor sie an Kunden ausgehändigt werden.

22.10.2018

Im neuen Endmontagewerk von Pilatus Aircraft in Colorado erfolgt die Innenausrüstung der Flugzeuge sowie die Lackierung der PC-12 NG und der PC-24. © Pilatus Aircraft

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft aus Stans geht von einem wachsenden Markt für seine beiden Geschäftsreiseflugzeuge PC-12 NG und PC-24 aus.  Der nord- und südamerikanische Markt macht bislang rund 60 bis 70 Prozent aller Geschäftsflugzeugverkäufe des Unternehmens aus. Um seinen industriellen Fußabdruck im Hauptmarkt USA zu erweitern, hat er in Broomfield im US-Bundesstaat Colorado ein neues Endmontagewerk für die beiden Muster gebaut und vor zwei Tagen offiziell eingeweiht. Rund 200 geladene Gäste wohnten der Einweihung des neuen Gebäudekomplexes am Rocky Mountain Metropolitan Airport (KBJC) bei. Pilatus ist schon seit über 20 Jahren in Colorado vertreten.

Pilatus Aircraft in den USA

In Broomfield wird der Hersteller sämtliche Flugzeuge, die für den nord- und südamerikanischen Markt bestimmt sind, mit der Kabinenausstattung versehen und lackieren. Die einmotorigen PC-12 NG sowie die PC-24 werden auch künftig weiterhin in Stans gebaut und als „grüne“ Flugzeuge, das heißt, nur mit dem Schutzlack (Primer) versehen, in die USA geflogen. In Broomfield werden derzeit jährlich rund 55 PC-12 NG fertiggestellt. Künftig sollen zusätzlich 25 bis 30 PC-24 in dem Werk fertiggestellt werden. Um das Wachstum bewältigen zu können, soll die Belegschaft in dem Werk in den nächsten Jahren um rund 30 Prozent wachsen. Das neue Gebäude schafft für dieses Wachstum die räumlichen Voraussetzungen.

Das neue, 11.000 Quadratmeter große Gebäude in Broomfield ist speziell auf Completions und Lackierungen ausgelegt. Zudem ist in dem neuen Komplex ein umfassendes Ersatzteillager untergebracht. In den neuen Büroräumen sind nun auch alle Pilatus-Mitarbeiter zusammengefasst, die zuvor in angemieteten Büros rund um den Flugplatz gearbeitet haben.

Ausbildungskonzept in die USA exportiert

Oscar J. Schwenk, der Verwaltungsratspräsident von Pilatus, sagte bei der Einweihung: „Wir sind stolz darauf, die hochwertigsten Flugzeuge der Branche in Colorado endmontieren zu können. In den letzten 20 Jahren haben wir bei unserer Tochtergesellschaft eine talentierte Belegschaft aufgebaut, die den hohen Qualitätsstandard unseres Schweizer Unternehmens inne trägt. Pilatus ist ein globales Unternehmen – in unseren Tätigkeiten, in der Vielfalt unserer Mitarbeitenden und in der Erfüllung der Kundenanforderungen. Die Nähe zu unseren Kunden, das Hören auf ihre Bedürfnisse und der erstklassige Service sind der Schlüssel zu unserem langfristigen Erfolg.“

Der Hersteller hat sich entschieden, sein Schweizer Ausbildungskonzept in die USA zu exportieren. Da es heute immer schwieriger würde, qualifizierte Handwerker zu finden, habe man das bewährte Konzept in Broomfield eingeführt, um selber Nachwuchs auszubilden, so Pilatus. Durch die Kombination von Berufsausbildung und Schulunterricht lernten die Talente handwerkliche Fertigkeiten und erhielten einen hochwertigen Abschluss. Danach seien sie für das Arbeitsleben bereit. Das Ausbildungsprogramms habe bereits das Interesse anderer Unternehmen in den USA geweckt, teilt der Hersteller mit.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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