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Pilatus Aircraft kratzt am Milliarden-Umsatz

Als ein intensives, aber auch äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr bezeichnet Pilatus Aircraft in seinem gestern veröffentlichten Geschäftsbericht das Jahr 2017.   Der Umsatz erreichte fast eine Milliarde Schweizer Franken.

4.05.2018

Der Geschäftsbereich Government Aviation von Pilatus Aircraft hat im vergangenen Jahr 29 Trainingsflugzeuge ausgeliefert. Das Foto zeigt eine PC-21 für die französische Armée de l'Air. © Pilatus Aircraft

Meilensteine hat das Jahr 2017 für den Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft mehr als genug geboten: Im Juli übergab der Hersteller das 1.500 Exemplar seiner erfolgreichen Turbopop-Single PC-12 an einen Kunden, im August kündigte der Hersteller das baldige Ende der Produktion des Spornrad-Arbeitsflugzeugs PC-6 an, und am 7. Dezember erhielt Pilatus die EASA- und die FAA-Zulassung seines ersten Jets, der PC-24.

Umsatz und Ergebnis sind gewachsen

Auch mit dem Geschäftsverlauf kann der Hersteller sehr zufrieden sein. Das Ergebnis des Jahres 2017 fiel deutlich besser aus als das des Vorjahres. Mit 986 Millionen Schweizer Franken (825 Millionen Euro) wurde die Umsatz-Milliarde nur sehr knapp verpasst. 2016 hatte der Umsatz noch bei 821 Millionen Schweizer Franken (687 Millionen Euro) gelegen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 165 Millionen Franken beziehungsweise rund 20 Prozent.

Die Pilatus PC-12 gehört seit Jahren zu den meistgebauten Turboprop-Flugzeugen. © Messe Friedrichshafen

Trotz hoher Investitionen in Höhe von 107 Millionen Franken in Forschung und Entwicklung erreicht Pilatus für das Geschäftsjahr 2017 ein Betriebsergebnis von 135 Millionen Franken (113 Millionen Euro). 2016 hatte das Unternehmen ein Ergebnis von 89 Millionen Franken (75 Millionen Euro) erwirtschaftet. Damit ist das Betriebsergebnis in einem Jahr um 80 Prozent gestiegen. Das Unternehmen beziffert den Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 2,17 Milliarden Schweizer Franken (1,82 Milliarden Euro).

Beide Business Units konnten zulegen

Die beiden Geschäftsbereiche Government Aviation und General Aviation trugen  fast gleich (54 Prozent 46 Prozent) zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei. Der Hersteller lieferte 2017 insgesamt 29 Trainingsflugzeuge sowie 85 Turbopop-Singles vom Typ PC-12 NG und eine PC-6 Turbo Porter aus. Mit der Auslieferung der ersten PC-24 begann der Hersteller erst im Jahr 2018.

Pilatus PC-24 beim Start vom Flugplatz Buochs. © Pilatus Aircraft

Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident von Pilatus, kommentierte das  Geschäftsergebnis mit den Worten: „Das Jahr 2017 war in finanzieller Hinsicht für Pilatus ein äußerst erfolgreiches. Mit der PC-24 Zertifizierung haben wir unser wichtigstes Jahresziel erreicht. Und dank des erfolgreichen Geschäftsjahres profitieren alle Mitarbeitenden erneut, denn wir lassen sie an unserem Unternehmenserfolg partizipieren. Die Auftragsbücher sind gefüllt! Unser Hauptziel für das Jahr 2018 ist es jetzt, den PC-24 erfolgreich und breit am Markt einzuführen. Dass es uns gut geht, zeigen weitere Zukunftspläne: In Stans bauen wir eine neue Strukturbauhalle aus einheimischen Holz und statten diese mit neuster Automationstechnik aus. Wir investieren also weiterhin nachhaltig in die Zukunft von Pilatus und setzen konsequent auf den Standort Schweiz!“

Der gute Geschäftsverlauf spiegelt sich auch in der Zahl der Beschäftigten wider. 2017 hat die Pilatus-Gruppe 152 Vollzeitstellen neu geschaffen und ist damit erstmalig auf über 2.000 Vollzeit-Beschäftigte gewachsen. 94 Prozent der Pilatus-Mitarbeiter arbeiten in der Schweiz, betont das Unternehmen.

2018 steht ganz im Zeichen des Hochlaufs der PC-24-Produktion. Bislang sind drei Exemplare an Kunden übergeben worden, insgesamt will der Hersteller in diesem Jahr 23 Jets ausliefern. Pilatus will die Produktion des Musters weiter steigern und baut dazu eine neue Halle, die Mitte 2019 bezugsfertig sein soll.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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