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Pilatus blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück

Zum dritten Mal in der mittlerweile 80-jährigen Firmengeschichte hat der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft einen Umsatz von über einer Milliarde Schweizer Franken erwirtschaftet. Nie zuvor hat das Unternehmen eine solch große Zahl von Flugzeugen an Kunden übergeben. Pilatus sieht sich für die Turbulenzen des Jahres 2020 gut gerüstet.

16.05.2020

Das Jahr 2019 ist für den Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hervorragend gelaufen. © Volker K. Thomalla

Pilatus Aircraft aus Stans hat 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr erlebt. Der Umsatz des Schweizer Flugzeugherstellers blieb mit 1,1 Milliarden Schweizer Franken (1,43 Milliarden Euro) auf dem Niveau des Vorjahres. Das Betriebsergebnis sank um 2,5 Prozent von 157 Millionen Schweizer Franken auf 153 Millionen (145 Millionen Euro), aber der Hersteller hatte in diesem Jahr auch noch in den weiteren Produktionshochlauf bei seinem Flaggschiff PC-24 investiert.

Pilatus-Flugzeuge

Mit 134 Flugzeugen hat der Hersteller im vergangenen Jahr mehr Flugzeuge an Kunden übergeben als jemals zuvor. 83 PC-12 (Vorjahr: 80), 40 PC-24 (Vorjahr 18) und 11 PC-21 (Vorjahr 18) stellten ein Produktionsvolumen dar, das es in der 80-jährigen Unternehmensgeschichte noch nicht gegeben hat. 2018 wurden 128 Flugzeuge produziert, darunter auch die letzten drei Pilatus PC-6 Turbo Porter.

Im vergangenen Jahr hatte Pilatus das Bestellbuch für die PC-24 wieder geöffnet. Das Unternehmen berichtet von einer nach wie vor ungebrochenen Nachfrage nach dem einzigartigen Leichtjet. Diese wird sicher auch zu dem hohen Bestelleingang beigetragen haben, der 2019 den Wert von 1,1 Milliarden Schweizer Franken erreichte. 2018 hatte dieser Wert noch bei 980 Millionen Franken gelegen.

Launch der PC-12 NGX auf der NBAA-BACE

Zu den Highlights des vergangenen Jahres gehörte der Launch der neuen PC-12-Version Pilatus PC-12 NGX auf der Geschäftsluftfahrtmesse NBAA-BACE in Las Vegas. „Die Weiterentwicklung des weltweit erfolgreichsten einmotorigen Turboprops seiner Klasse verfügt im Vergleich zu ihrem Vorgänger über ein verbessertes Triebwerk, eine smartere Avionik und eine komplett neu gestaltete Kabine mit größeren Fenstern. Insbesondere das neue Triebwerk PT6E-67XP von Pratt & Whitney Canada beeindruckt: Sein elektronisches Propeller- und Motorsteuerungssystem stellt in diesem Marktsegment eine Weltneuheit dar. Pilatus konnte das Flugzeug im 2019 noch zertifizieren, die Produktionslinie umstellen und seit der Lancierung viele Bestellungen entgegennehmen. Die ersten Kunden sind seit diesem Monat bereits mit ihrem ‚NGX‘ unterwegs“, teilte das Unternehmen mit.

Der Auftragsbestand bei Pilatus lag zu Jahresbeginn bei über 2,0 Milliarden Franken. In diesem Wert ist dabei ein Auftrag der spanischen Luftstreitkräfte über 24 PC-21 nicht einmal eingerechnet, da dieser erst Ende Januar unterschrieben wurde.

Oscar J. Schwenk, der Verwaltungsratspräsident von Pilatus, sagte zu den Aussichten des Unternehmens angesichts der Folgen der Coronakrise: „Ich bin äußerst zufrieden mit unserer Leistung im Jahr 2019. Die allgegenwärtige Corona-Pandemie hat uns jedoch – wie vielen anderen Unternehmen – gewaltige Turbulenzen beschert und der gewählte Kurs muss faktenbasiert jederzeit angepasst werden. Doch für jeden Piloten ist es eine Selbstverständlichkeit, den Flugweg und die Reisehöhe jederzeit anzupassen. Deshalb machen wir gegenwärtig genau das, was wir in den ersten Flugstunden gelernt haben – good airmanship: aviate, navigate, communicate. Oder mit anderen Worten: Das Unternehmen unter Kontrolle halten, Probleme analysieren und dann faktenbasiert handeln und kommunizieren.
Ich habe mein Management unter der Leitung von CEO Markus Bucher jahrelang darauf getrimmt, in guten Zeiten für schlechte Zeiten zu sparen und immer auf dem Boden zu bleiben – eine gesunde Liquidität steht im Unternehmertum immer vor allem anderen! Das heißt konkret, realistische Saläre zu zahlen, Fixkosten stetig zu hinterfragen und die Gewinne nicht einfach maßlos auszuschütten. Unsere Investoren unterstützen glücklicherweise diese nachhaltige Unternehmensstrategie – bewusst frei von Bankfinanzierungen – seit Jahren. 
Wir werden alle unseren Gürtel nun enger schnallen. Und genau jetzt, in dieser unvorhergesehenen Situation, helfen uns diese zurückgelegten finanziellen Mittel, die aktuelle Krise erfolgreich zu meistern und eine saubere Landung hinzulegen, damit wir zukünftig wieder gemeinsam durchstarten können. Von unserem Unternehmenserfolg profitieren am Schluss schließlich wieder alle!“

Volker K. Thomalla

 

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