Homepage » Business Aviation » Viele Neuheiten auf der EBACE 2017 erwartet

Am Montag öffnet die Geschäftsluftfahrtmesse EBACE in Genf offiziell ihre Pforten. Die Zahl der Aussteller ist ähnlich hoch wie in den Vorjahren, allerdings wird es in diesem Jahr einige Flugzeuge zu sehen geben, die zuvor noch nicht in Genf zu sehen waren. 

19.05.2017

Das Static Display der EBACE 2017 ist an einer anderer Stelle als bei den Vorjahresveranstaltungen. Es ist in diesem Jahr aber wieder ausverkauft. © V. K. Thomalla

Die EBACE ist das größte Event für die Business Aviation in Europa. Bei der 17. Ausgabe, die in diesem Jahr vom 22. bis zum 24. Mai stattfindet, gibt es einige neue Flugzeuge zu sehen. Am unteren Ende des in Genf ausgestellten Spektrums stehen die Turboprop-Flugzeuge. Hier sind sowohl Piper Aircraft mit der M600 als auch Daher Aircraft mit der TBM 910 zu nennen, die jeweils ihre neuesten Muster ausstellen.

Die Daher TBM 910 ist die neueste und modernste Variante der erfolgreichen TBM-Familie. © Daher

Beide Flugzeuge sind erstmalig auf der EBACE zu sehen. Piper erwartet jeden Tag die EASA-Zulassung der M600. Es wäre ein perfektes Timing der europäischen Behörde, wenn diese die Musterzulassung noch während der Messe erteilen würde.

Der Fünfblatt-Propeller von Hartzell sorgt in Kombination mit der PT6A für zügiges Fortkommen. © V. K. Thomalla

Cirrus Aircraft bringt ebenfalls ein Flugzeug, welches nie zuvor auf einer EBACE ausgestellt wurde: Die Cirrus SF50 Vision. Das erste Exemplar des Musters für einen europäischen Kunden ist erst in der vergangenen Woche übergeben worden. Nun darf der Hersteller das einstrahlige Flugzeug mit dem markanten V-Leitwerk auf der Messe ausstellen. Die Cirrus SF50 Vision hatte im Oktober 2016 ihre Musterzulassung erhalten, im Dezember wurde das erste Exemplar an einen Kunden übergeben.

Pilatus zeigt die PC-24 mit komplettierter Kabine

Pilatus Aircraft aus Stans nutzt in diesem Jahr seinen Heimvorteil aus und bringt die PC-24 P03 – also den dritten Prototyp – nach Genf. Der zweistrahlige Leichtjet war bereits im letzten Jahr zu einer Kurzvisite auf dem Flughafen Genf eingeflogen, aber 2017 steht nicht nur ein Prototyp, sondern ein komplett ausgestattetes Exemplar für die Besucher zur Besichtigung zur Verfügung. Pilatus rechnet mit der Zulassung des Flugzeugs im vierten Quartal 2017. Das Unternehmen hat auch schon mit der Serienproduktion der PC-24 begonnen, da die ersten Kunden unmittelbar nach der Zulassung ihre Flugzeuge erhalten sollen.

Pilatus hat mit der Serienproduktion des leichten Jets in der Schweiz PC-24 begonnen. © Pilatus Aircraft
Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident von Pilatus, sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir den ersten serienkonformen PC-24 an der EBACE nun der breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Wir sind überzeugt, dass wir weitere potenzielle Kunden von der Einzigartigkeit unseres in der Schweiz hergestellten Business Jets überzeugen können!“ Bestellen können Interessenten das Flugzeug indes momentan nicht. Nachdem 2014 innerhalb von eineinhalb Tagen 84 Bestellungen eingingen, hatte der Hersteller keine Aufträge mehr angenommen. Das Auftragsbuch soll jetzt im nächsten Jahr wieder geöffnet werden.

 Zeigt Gulfstream die G500 oder die G600?

Gulfstream hat gleich zwei Eisen im Feuer: Die als Parallelprogramme in der Erprobung stehenden Ultralangstreckenjets G500 und G600. Die Teilnahme dieser Muster an der EBACE hat der Hersteller sich offen gelassen, schließlich sind alle Prototypen des Programms mit der Erprobung gut beschäftigt. Aber es besteht Hoffnung auf einer Teilnahme der G500, denn in dieser Woche flog ein Prototyp auf den Spuren Lindberghs über den Atlantik nach Paris.

Die Teilnahme der Falcon 8X ist bestätigt

Dassault Aviation zeigt die Falcon 8X, die im Juni vergangenen Jahres ihre FAA- und EASA-Zulassung erhalten hatte. Das erste Exemplar von Dassaults neuem Flaggschiff übernahm im Oktober das griechische Executive-Charterunternehmen Amjet Executive.
Es ist möglich – und in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen – dass eine Hersteller auf der Messe eine Überraschung aus dem Ärmel gezogen hat. Auch dies ist in diesem Jahr wieder möglich. Aerobuzz.de wird auf jeden Fall darüber berichten.
Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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