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Flight Inspection Jet in Südafrika verunglückt

In Südafrika ist ein Flight Inspection Jet vom Typ Cessna Citation S/II bei einem Kalibrierungsflug von Navigationsanlagen abgestürzt. Das Flugzeug gehörte der South African Civil Aviation Authority und wurde schon jahrelang für Flight Inspektion-Missionen genutzt. 

24.01.2020

© VKT Words and Wings 2018

Am 23. Januar ist eine Cessna Citation S/II der südafrikanischen Zivilluftfahrtbehörde SACAA (South African Civil Aviation Authority) zehn Minuten nach dem Start vom George Airport im Süden des Landes verunglückt. Dabei kamen alle drei Insassen des Flugzeugs ums Leben. Der 1986 gebaute Business Jet mit dem Kennzeichen ZS-CAR war als Kalibrierungsflugzeug im Einsatz und sollte Navigationsanlagen des Flugplatzes überprüfen. Rund zehn Minuten nach dem Start um 10.40 Uhr Ortszeit war der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen, und der Flugplatz schlug Alarm. Es dauerte rund drei Stunden, bevor Rettungskräfte die Unfallstelle lokalisieren und erreichen konnten.

Die Unfallstelle war schwierig zu finden

Poppy Khoza, die Direktorin der SACAA, gab in einer Pressekonferenz heute morgen die Identitäten der Crew preis. Der Kapitän war seit 1989 Pilot und verfügte über eine Flugerfahrung von 4.959 Flugstunden. Seine Copilotin flog seit 2006 und kam auf eine Flugerfahrung von 1.050 Stunden. Der Fluginspektor konnte auf 1.300 Flugstunden Erfahrungen zurückblicken. Die Crew sei Teil eines Weltklasse-Teams gewesen, das Kalibrierungsflüge in Südafrika, auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und im Indischen Ozean durchführe.

Khoza sagte, es sei eine schwere Zeit für die Behörde. Normalerweise spreche die SACAA über Unfälle, die in der Industrie und nicht bei ihnen selbst passierten. Dies sei das erste Mal, dass ein solches Unglück geschehen sei, bei dem ein Flugzeug der Civil Aviation Authority involviert sei.

Man habe keine Informationen darüber, was passiert sein könne. Das AIID (Accident and incident Investigation Division) hätte ein Untersuchungsteam losgeschickt, um Beweisstücke an der Unfallstelle zu sichern und zu bergen, um festzustellen, was diesen Unfall ausgelöst habe. Ein vorläufiger Bericht könne in etwas 30 Tagen erwartet werden, ein vollständiger Untersuchungsbericht voraussichtlich in einem Jahr.

Bob Fischer

 

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