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KLM Flight Academy weitet ihre Aktivitäten aus

Die geplante Expansion des kommerziellen Luftverkehrs am Flugplatz Lelystad bereitet den beiden Flugschulen der KLM Probleme. Deswegen werden sowohl die KLM Flight Academy als auch die Martinair Flight Academy ihre Aktivitäten am Groningen Eelde Airport bündeln. 

2.01.2019

Die Beechcraft Baron der KLM Flight Academy werden momentan gegen DA42 von Diamond Aircraft getauscht. © KLM Flight Academy

Die KLM Flight Academy, die Flugschule für den fliegerischen Nachwuchs der niederländischen Fluggesellschaft, wird ihre Aktivitäten auf dem Flugplatz Groningen Eelde (EHGG) ausdehnen. Sie bildet derzeit 160 Flugschüler aus und beabsichtigt den Kauf von sechs neuen Trainingsflugzeugen (fünf Ein- und eine Zweimot. Sie wird insgesamt zwölf Flugzeuge in Eelde stationieren. Die ebenfalls zur KLM-Gruppe gehörende Martinair Flight Academy wird von ihrem jetzigen Standort auf dem Flugplatz Lelystad nach Groningen Eelde umziehen. John Hayward, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der KLM Flight Academy und der Martinair Flight Academy, rechnet damit, dass der Umzug innerhalb von ein, zwei Jahren abgeschlossen sein wird. Er sagte: „Wir werden die einzige Flugschule in den Niederlanden sein, die alles selbst arrangiert. Wir haben unsere eigenen Flugzeuge, unsere eigenen Fluglehrer und unsere eigenen Maintenance-Techniker.“

Kein Training mehr in Arizona

Die Flugschüler der beiden Schulen werden künftig ihr komplettes Training auf dem Flugplatz in der Provinz Drenthe absolvieren. In der Vergangenheit haben sie ihr praktisches Flugtraining für den Erwerb der Privatpilotenlizenz und der Berechtigung zum Fliegen von einmotorigen Motorflugzeugen (SEP) in Arizona in den USA bekommen.

Hayward erwartet, dass der Umzug der fünf Flugzeuge und der zwölf Angestellten von Lelystad nach Eelde positive Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben wird, denn Lelystad wird künftig Charterflüge von Schiphol übernehmen. „Die Flight Academy könnte dann ihre Trainingsflüge nur noch in den bewegungsarmen Zeiten durchführen. Dieses Problem haben wir in Eelde nicht“, sagte Hayward.

Probleme mit den Anwohnern des Groningen Eelde Airports erwartet Hayward durch die zusätzlich dort stationierten Flugzeuge und die zusätzlichen Flugstunden nicht, da dort die neuen, leiseren Flugzeuge zum Einsatz kommen werden. Die Flight Academy verhandelt momentan noch mit dem Groningen Eelde Airport über die zusätzlichen Flugaktivitäten.

Vor zwei Jahren stand die Zukunft der KLM Flight Academy noch in Frage. Damals hatten Piloten nach Abschluss ihrer Ausbildung Probleme, einen Cockpitjob zu finden.  Damals stand der Flugschule auch kein Finanzierungsprogramm für die Ausbildung – die rund 122.000 Euro kostete – zur Verfügung. Deswegen musste die Schule damals nach Verlusten Personal entlassen. Heute hat sich die Situation grundlegend gewandelt. Die KLM braucht ihre Flugschule dringend, da ein Mangel an Airline-Piloten absehbar ist. Für 2019 sind bereits alle Kurse ausgebucht, für 2020 sind nur noch wenige Plätze verfügbar.

Bob Fischer

 

 

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