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Lycoming stellt elektronisches Zündsystem für Flugmotoren vor

Der Kolbenmotor-Hersteller Lycoming verabschiedet sich vom System der Magnetzündung bei seinen Flugmotoren. In Oshkosh hat er nun ein elektronisches Zündsystem vorgestellt, dass ohne großen Aufwand nachgerüstet werden kann. Der Hersteller arbeitet derzeit an der Zulassung.

23.07.2019

Das elektronische Zündsystem EIS von Lycoming soll die Magnetzündsysteme in den Lycoming-Kolbenflugmotoren ersetzen. © Lycoming

Auf dem EAA AirVenture in Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin hat der Flugmotorenhersteller Lycoming Engines ein neues elektronisches Zündsystem für Kolbenflugmotoren vorgestellt. Das Lycoming EIS (Electronic Ignition System)  genannte System soll die bislang verwendeten Magnetzündungen ersetzen. Das EIS entstand aufgrund der hohen Nachfrage von Kunden nach einem solchen System, berichtete Shannon Massey, Senior Vice President und General Manager von Lycoming, in Oshkosh. Die Lebensdauer des neuen Systems entspricht der TBO des Motors und ist wartungsfrei.

Drop-in-Austausch

Der Austausch der Magnetzündung durch das EIS ist nach Angaben des Herstellers ohne großen Aufwand als „Drop-in“ möglich. Elektronische Zündsysteme sind zuverlässiger, leichter und ausfallsicherer als die Magnetzündungen. Bislang gibt es sie aber nur von Drittanbietern für Motoren von Experimental-Flugzeugen.

Lycoming verkauft das Lycoming EIS momentan auch nur für Experimentals, arbeitet aber parallel auch an der Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Nach der Zulassung soll das EIS zunächst in Neuflugzeugen verfügbar sein, danach aber auch als nachträglicher Einbau in bereits existierenden Kolbenmotor-Flugzeugen. Dafür strebt Lycoming ergänzende Musterzulassungen (Supplement Type Certificate/STC) für die einzelnen Flugzeugtypen an.

Volker K. Thomalla

 

 

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