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NTSB veröffentlicht Bericht zum ICON-Absturz

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde hat ihren Abschlussbericht zum Unfall der Icon A5 im Mai dieses Jahres veröffentlicht. Bei dem Absturz waren zwei Angestellte des Herstellers ums Leben gekommen. 

14.08.2017

Der Absturz der Icon A5 mit dem Konstrukteur Jon Karkow ist nach NTSB-Untersuchungen auf einen Navigationsfehler zurückzuführen. © ICON

Das National Transportation Safety Board (NTSB), die Untersuchungsbehörde für Unfälle im Transportwesen der USA, hat bereits jetzt ihren Abschlussbericht zum Unfall des Light Sport Aircraft Icon A5 in Kalifornien im Mai dieses Jahres veröffentlicht. Der Bericht sagt aus, dass die Untersuchung des Wracks keinerlei Anhaltspunkte für ein mechanisches Versagen des Flugzeugs oder seiner Systeme ergab.

Ein Augenzeuge, der in der Nähe des späteren Absturzortes in einem Boot war, hat berichtet, dass er das Amphibienflugzeug über dem Lake Berryessa in etwa 30 bis 50 Fuß (10 bis 16 Meter) Höhe hat fliegen sehen. Die geschätzte Geschwindigkeit gab er mit 30 bis 40 Meilen pro Stunden an. Der Motor sei ruhig gelaufen, und das Flugzeug habe eine Normalfluglage gehabt. Es sei in Richtung Norden in den Little Portugese Canyon eingeflogen. Dann habe er gehört, dass der Motor beschleunigt wurde, und gesehen, dass das Flugzeug auf die rechte Seite des Canyons gesteuert wird und steil stieg. Der Zeuge beschrieb den Vorgang „wie eine Art U-Turn in der Luft“. Danach sei das Flugzeug aus seinem Blickfeld verschwunden, und er habe im Anschluss daran Einschlaggeräusche vernommen. Für die beiden Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Die Icon A5 hatte Datenrekorder an Bord

Die Icon A5 war mit verschiedenen Datenaufzeichnungsgeräte versehen, die den Augenzeugenbericht bestätigen. Die Unfallstelle liegt an einem schmalen Strand, hinter dem das Gelände sehr steil ansteigt. Das Flugzeug ist mit einer Geschwindigkeit von 66 KIAS mit hoher Querneigung auf den Strand aufgeschlagen. Die Obduktion der beiden Insassen ergab, dass sie an multiplen Verletzungen gestorben waren. Sämtlich Toxikologisches Tests waren negativ.

Die Ermittler gehen davon aus, dass mit 4.600 Flugstunden sehr erfahrene Pilot und Mit-Konstrukteur des Flugzeugs versehentlich in den falschen Canyon eingeflogen ist. Der Little Portugese Canyon ist relativ eng und wird von steil aufragenden Wänden begrenzt. Beim Versuch, in dem engen Tal umzudrehen, sei das Flugzeug dann mit dem Terrain kollidiert.

Volker K. Thomalla

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