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Pipistrel und Honeywell kooperieren bei Passagierdrohnen

Der slowenische Flugzeughersteller Pipistrel, der schon seit 2007 an praxistauglichen Elektroflugzeugen arbeitet, hat sich mit Honeywell zusammengetan, um sein Konzept eines eVTOL-Fluggeräts für urbane Anwendungen zu realisieren. Die Firma arbeitet kooperiert bereits mit Uber.

28.01.2019

Pipistrels Vision von künftigen Fluggeräten für urbane Mobilität ist futuristisch. © Pipistrel

Der slowenische Flugzeughersteller Pipistrel und der US-Konzern Honeywell haben am 24. Januar in Ajdovščina in Slowenien eine Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der urbanen Mobilität unterschrieben. In diese Zusammenarbeit wird Pipistrel sein elektrisch angetriebenes, senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug (eVTOL) einbringen, während Honeywell die Avionik, die Flugsteuerung, die Systeme zur Datenverbindung und andere Komponenten aus seinem Produktportfolio beisteuert.

Herausforderungen für Entwickler

„Der Markt für künftige urbane Mobilität ist eine Herausforderung, aber Honeywell ist hervorragend positioniert, ihn zu unterstützen und mit ihm zu wachsen“, sagte Carl Esposito, Präsident Electronic Solutions bei Honeywell. „Unternehmen, die technologische Fortschritte in der urbanen Mobilität anstreben, sehen sich einer Vielzahl von technischen, sicherheits-, zertifizierungs- und geschäftlichen Herausforderungen gegenüber, da die Entwicklung eines neuen Reisemittels in einem bereits sehr dichten Luftverkehrsumfeld erfolgt. Ein Verständnis der Komplexität der Luft- und Raumfahrt kann bei der Bewältigung dieses Marktes den Ausschlag geben.“

Carl Esposito, Präsident des Geschäftsbereichs Electronic Solutions bei Honeywell, und Ivo Boscarol, Gründer und Präsident von Pipistrel besiegeln den Kooperationsvertrag mit einem Handschlag. © Pipistrel

Ivo Boscarol, der Gründer und Präsident von Pipistrel, sagte nach der Vertragsunterzeichnung: „Dies ist der Beginn einer langfristigen Beziehung, um gemeinsam die Zukunft der urbanen Mobilität zu gestalten.  Honeywell Know-how in den Bereichen integrierte Avionik, Flugsteuerungssysteme, Systemintegration, Zertifizierung und Fertigung sowie unsere Fähigkeiten in der Entwicklung fortschrittlicher Leichtflugzeuge machen uns zu einem perfekten Partner.“

Modernste Analysemethoden helfen Pipistrel dabei, die optimale aerodynamische Konfiguration seines Fluggeräts für die künftige urbane Mobilität zu definieren. © Pipistrel

Boscarol sagte weiter: „Pipistrel wurde als einer der Entwicklungspartner von Uber für seine urbane Mobilitätslösung ausgewählt. Unser VTOL ist mit der nächsten Antriebs-Generation ausgestattet, die das Embedded-Lift-Konzept umsetzt. Dies ist nicht nur effizient und leise, sondern beseitigt auch die Probleme beim Übergang von einer Flugphase in die andere.“  

Ziel der Zusammenarbeit beider Unternehmen ist es, ein Produkt für die luftgestützte urbane Mobilität zu entwickeln. Das eVTOL-Fluggerät soll in seiner letzten Entwicklungsstufe komplett autonom fliegen und vier bis sechs Insassen transportieren.

Pipistrel hat bislang nach eigenen Angaben in seiner 30-jährigen Firmengeschichte rund 1.500 Flugzeuge gebaut. 2011 gewann das von der Firma gebaute, viersitzige Elektroflugzeug den mit 1,35 Millionen US-Dollar dotierten CAFE Green Flight Challenge-Preis für zwei Flüge über 200 Meilen (360 Kilometer) im Abstand von weniger als zwei Stunden mit einem Treibstoffverbrauch von weniger als einer Gallone Treibstoff oder einem äquivalten Energieträger.

Volker K. Thomalla

 

 

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