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Vulcanair erhält Großauftrag von US-Universität

Der italienische Flugzeughersteller Vulcanair hat eine Flottenbestellung von der Delaware State University (DSU) bekommen. Die ersten Lieferungen der Trainingsflugzeugen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. 

8.11.2018

Vulcanair hat einen Auftrag über zehn Einmots des Typs V1.0 von der Delaware State University erhalten. Der italienische Hersteller hatte die FAA-zugelassene Einmot auf der AERO 2018 ausgestellt. © Volker K. Thomalla

Der in Neapel beheimatete Flugzeughersteller Vulcanair hat einen wichtigen Auftrag im hart umkämpften Markt für einmotorige Flugzeuge in den Vereinigten Staaten gelandet. Die Delaware State University (DSU) hat für ihr Aviation Department zehn einmotorige Trainingsflugzeuge vom Typ Vulcanair V1.0 fest bestellt.

Der Aufsichtsrat der DSU hat beschlossen, in den nächsten acht Jahren 3,5 Millionen US-Dollar (3,0 Millionen Euro) in sein Luftfahrt-Programm zu investieren. Dazu gehört auch der Austausch und die Erweiterung der Trainer-Flotte. Die erste V1.0 aus dem jetzigen Auftrag soll noch in diesem Jahr in die USA geliefert werden, die restlichen Flugzeuge im Laufe des nächsten Jahres. Die DSU beabsichtigt, abhängig von der Nachfrage nach ihrem Luftfahrt-Programm, bis 2027 pro Jahr eine weitere V1.0 zu beschaffen. Mittel für die Beschaffung von insgesamt 20 Flugzeugen dieses Typs stehen zur Verfügung.

Die Vulcanair V1.0 ist FAA-zugelassen

Auf er AERO 2014 hatte Vulcanair die V1.0 erstmalig ausgestellt, auch in diesem Jahr war sie auf der Messe in Friedrichshafen wieder zu sehen. Die FAA-zugelassene Einmot ist kein komplett neues Flugzeug, sondern eine überarbeitete Partenavia P66, deren Design der Hersteller von der Vorgängerfirma übernommen hatte. Die viersitzige Einmot entsteht in konventioneller Metallbauweise und wird von einem Vierzylinder-Boxermotor des Typs Lycoming IO-360M1A angetrieben. Der bringt 132 kW (180 PS) Leistung. Das MTOW der V1.0 liegt bei 1.155 Kilogramm, die Nutzlast bei 400 Kilogramm. Die maximale Reisegeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 132 Knoten True Air Speed an.

Vulcanairs US-Vertriebspartner Ameravia hat die Bestellung der DSU eingefädelt. Michael Hales, der Direktor des DSU-Luftfahrt-Programms, sagte: „Der Preis der Vulcanair V1.0 war ganz klar einer der Gründe, warum wir unsere Flotte austauschen, aber das Gesamtpaket, das Ameravia uns angeboten hat, war ebenfalls attraktiv. Das Ersatzteilpaket hilft uns beispielsweise unsere Flugzeuge in der Luft zu halten. Ameravia lagert Ersatzteile bei uns im Hangar auf Kommission ein. Das Garmin G500 ist kosteneffizient, aber bietet alles, was wir benötigen. Und Vulcanairs Wahl beim Flight Data Recorder, dessen Flugzeug- und Motordaten wir in die Cloud laden und unseren Fluglehrern und -schülern zur Verfügung stellen, sehen wir ebenfalls positiv. Es ist ein großartiges Paket!“

Volker K. Thomalla

 

 

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