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Wrack der abgestürzten PA-46 im Ärmelkanal endeckt

Das Wrack der Piper PA-46-310P, mit der der argentinische Fußballspieler Emiliano Salma am 23. Januar abstürzte, wurde am Boden des Ärmelkanals entdeckt. Im Wrack haben die Unfallermittler auch ein Opfer gesehen.

4.02.2019

Die britische Flugunfall-Untersuchungsbehörde hat ein Foto des Wracks der Piper Malibu veröffentlicht, mit dem der Fußballer Emiliano Sala abgestürzt ist. © AAIB

In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 2019 verlor die Flugsicherung den Radarkontakt zu einer Piper PA-46-310P Malibu, die sich auf dem Weg vom französischen Nantes nach Cardiff in Großbritannien befand. Zuletzt war das einmotorige Kolbenmotorflugzeug nördlich der Kanalinsel Guernsey auf dem Radarschirm der Lotsen zu sehen.

Da es sich bei dem Flugzeug um eine US-registrierte Maschine gehandelt hat, wurde das US-amerikanische National Transportation Safety Board (NTSB), sowie die das französische Unfall-Untersuchungsbüro Bureau d’Enquêtes & d’Analyses (BEA) eingeschaltet. Das britische Aircraft Accident Investigation Board (AAIB) leitet die Untersuchungen.

Rettungsaktion ohne Ergebnis

In der Piper Malibu waren zum Unfallzeitpunkt zwei Insassen, neben dem Piloten befand sich auch der 28-jährige argentinische Fußballspieler Emiliano Sala, der auf dem Weg von Nantes zu seinem neuen Club Cardiff City war. Eine sofort eingeleitete Rettungsaktion endete ohne Ergebnis.

Am 27. Januar wurden zwei Sitzkissen an einem Strand in der Nähe von Surtainville gefunden, die dem Flugzeug zugeordnet werden konnten. Ein Bergungsschiff im Auftrag der britischen Royal Navy, die Geo Ocean III, sowie ein privat finanziertes Bergungsschiff, die FPV Morgan, suchten den Meeresboden nach dem Wrack ab.

Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass der Fußballer vor dem Absturz noch eine Sprachnachricht per Handy an Freunde geschickt hatte, in der er davon sprach, dass er in einem Flugzeug sitze, das gleich in seine Einzelteile zerfalle.

Videoaufnahmen vom Meeresboden

Die Morven entdeckte dann mit ihrem Side-Scan-Sonar das Wrack und die Geo Ocean III schickte eine ferngesteuertes, unbemanntes Mini-U-Boot zur Fundstelle. Die Videoaufnahmen von dem Wrack zeigten ganz deutlich das Kennzeichen des Flugzeugs, so dass eine eindeutige Identifizierung des Wracks möglich war. Auf den Aufnahmen ist auch ein Todesopfer im Wrack zu sehen, allerdings konnte der Tote noch nicht identifiziert werden. Eine anschließende, großräumige Suche um das Wrack herum brachte nach Angaben des AAIB keine weiteren Wrackteile zu Tage.

Das AAIB teilte mit, dass die nächsten Schritte in Absprache mit den Familien der beiden Opfer sowie mit der Polizei überlegt würden. Das AAIB beabsichtigt, innerhalb von einem Monat einen vorläufigen Untersuchungsbericht zu veröffentlichen.

Volker K. Thomalla

 

 

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