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Cessna macht bei der Denali-Endmontage Fortschritte

Die ersten beiden Prototypen der Turboprop-Single Cessna Denali entsteht derzeit in den Werkhallen von Textron Aviation in Wichita. Das Flugzeug soll noch in diesem Jahr sein Roll-out und anschließend seinen Jungfernflug feiern. Auch die Endmontage der Testrümpfe für die Versuche zur Zulassung des neuen Musters ist schon weit fortgeschritten.

21.05.2019

Die Endmontage der ersten beiden fliegenden Cessna Denali nähert sich in Wichita ihrem Abschluss. Auch die Testrümpfe sind schon weit in der Produktion fortgeschritten. © Textron Aviation

Um die Cessna Denali, die neue Turboprop-Einmot von Textron Aviation, war es in letzter Zeit etwas ruhig geworden. Doch auf der Geschäftsluftfahrtmesse EBACE, die in dieser Woche in Genf stattfindet, gab der Hersteller ein Update über den Programmstatus. Derzeit stehen die ersten beiden fliegenden Prototypen in der Endmontage in Wichita im US-Bundesstaat Kansas. Auch die drei Testrümpfe, mit denen Textron Aviation die für die Zulassung notwendigen strukturellen Nachweise liefern wird, sind weit fortgeschritten.

Cessna Denali

Die einmotorige Denali tritt als direkter Wettbewerber in einen Markt ein, in dem mit der TBM-Familie und der Pilatus PC-12 seit Jahren starke Konkurrenten sich einen festen Kundenstamm gesichert haben. Die Denali will mit Effizienz, moderneren Technologien und ausgewogenen Leistungen bei den Kunden punkten.

Denali soll die Konkurrenz schlagen

Der Technik-Vorstand von Textron Aviation, Chris Hearne, sagte: „Die Denali wird so konstruiert und gebaut, dass sie die Konkurrenz in Bezug auf Leistungen, Piloten-Schnittstelle, Kabinenerfahrung und Gesamtbetriebskosten schlägt.“

Noch vor dem ersten echten Flug sammelt Textron Aviation bereits Erfahrungen mit den Systemen der Denali. Ein Testgerüst, genannt Iron Bird, in dem die Systeme so eingebaut sind, wie im echten Flugzeug, dient den Ingenieuren als bodengebundener Simulator. Alle Komponenten sind nun im Iron Bird verbaut und integriert, so dass die Tests nun beginnen können.

GE Aviation liefert mit dem Triebwerk Catalyst einen völlig neu entwickelten Turboprop-Antrieb für die Denali. Das Triebwerk bringt 1.300 Wellen-PS, die ein McCauley-Composite-Propeller in Vortrieb umwandelt. GE Aviation hat drei Catalyst-Triebwerke bislang über 1.000 Stunden auf dem Prüfstand in Prag in Tschechien laufen lassen. Die Kombination aus Catalyst und Propeller hat alle möglichen Drehzahlen bis zur maximalen Drehzahl bereits erreicht. Die Triebwerksbedienung in der Denali wird denkbar einfach sein: Es gibt nur einen Hebel für Triebwerk und Propeller zusammen. Eine digitale FADEC-Triebwerkssteuerung sorgt für die richtige Drehzahl und die dazu notwendige Propellerstellung.

Die Reichweite der Denali mit vier Passagieren an Bord hat Textron Aviation mit 1.600 nautischen Meilen (2.963 Kilometer) errechnet. Die maximale Reisegeschwindigkeit liegt nach Herstellerangaben bei 285 Knoten und die Nutzlast bei vollen Tanks bei 500 Kilogramm.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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