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EASA sucht GA-Piloten für ein Experiment zu VFR in IMC

Der Einflug in schlechtes Wetter ist nach wie vor eine tödliche Gefahr für nicht ausreichend qualifizierte Piloten. VFR in IMC ist ein Rezept für ein Desaster. Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) sucht derzeit Piloten, die an einem Simulator-Experiment zu diesem sicherheitsrelevanten Thema teilnehmen wollen. 

7.01.2019

Der unbeabsichtigte Einflug in Schlechtwetter endet für ungeübte Piloten ohne IFR-Erfahrung häufig tödlich. © Volker K. Thomalla

VFR-Piloten, die in schlechtes Wetter einfliegen, haben statistisch gesehen schlechte Karten: Wenn es ihnen nicht binnen kürzester Zeit gelingt, aus IMC (Instrument Meterological Conditions/Instrumentenflugbedingungen) herauszukommen, steigt die Absturzwahrscheinlichkeit im Sekundentakt an. Wetter ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren bei Flugunfällen in der Allgemeinen Luftfahrt.

Deswegen hat die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) nun eine Initiative gestartet, um herauszufinden, was man machen kann, um diese wetterbedingten Unfälle weitestgehend zu vermeiden. Im Rahmen dieser Initiative sucht die EASA zwölf europäische General Aviation-Piloten, die bei einem Experiment im Simulator zum Einflug in schlechtes Wetter (VFR in IMC) mitmachen möchten.

Als VFR-Piloten im Simulator IMC erleben

Die Behörde organisiert dazu Simulator-Sessions mit zwei Gruppen à sechs Teilnehmern. Der EASA ist es wichtig, dass das Teilnehmerfeld eine möglichst breite Bandbreite an Erfahrungen und Trainingsständen abdecken. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Kandidaten über 18 Jahre alt und Bürger eines europäischen Staates sind. Die Bewerber müssen über eine gültigen Privatpilotenlizenz PPL(A) oder einen gültigen LAPL(A) verfügen. Die Flugerfahrung sollte über 50 Stunden betragen. Piloten, die bereits über eine Instrumentenflug-Berchtigung (IR) verfügen oder eine entsprechende Ausbildung begonnen haben, können nicht teilnehmen.

Neben guten Englischkenntnissen erwartet die EASA von den Probanden auch die Bereitschaft, über fliegerische Erlebnisse zu berichten, aus denen sie nur knapp herausgekommen sind. Die Simulator-Sessions werden fotografiert und gefilmt, und dieses Material wird auch im Rahmen eines Werbevideos für Flugsicherheit veröffentlicht.

Die Simulator-Stunden sollen am 13. und 14. März 2019 bei einer ATO in Deutschland abgehalten werden. Interessierte Kandidaten müssen sich bis zum 25. Januar 2019 online bei der EASA bewerben.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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