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Ein 600 PS-Motor für die sw51 von ScaleWings

Auch wenn sie mit einem Tag Verspätung auf der Messe eintraf, war die sw51 Mustang von ScaleWings dennoch ein Star auf der AERO 2018 in Friedrichshafen. Der 70-Prozent-Nachbau der legendären P-51 Mustang soll als UL, als LSA und als Experimental erhältlich sein. Die Motorisierung reicht vom 150 PS- bis zum 600 PS-Motor.

24.04.2018

Die sw51 von ScaleWings ist ein 70-Prozent-Replikat der P-51 Mustang. Trotz der polierten Oberfläche ist das Flugzeug aber nicht aus Metall, sondern aus Kohlefaser gebaut. © Volker K. Thomalla

Die 70-Prozent-Replik des berühmten Jagdflugzeugs P-51 Mustang hat bei ihrem ersten Auftritt auf der AERO im Jahr 2013 bereits als UL für Aufsehen gesorgt. Doch bei ihrer Rückkehr in diesem Jahr war das Aufsehen noch größer, denn die sw51 Mustang präsentierte sich vielfältiger und muskulöser.

„Lego-Bausatz für große Jungs“

Der österreichische Hersteller ScaleWings bietet das Flugzeug nun als Experimental mit einer maximalen Abflugmasse von 1.200 Kilogramm an. Die als Kitflugzeug angebotene sw51 „ist ein Lego-Bausatz für große Jungs“, wie es Hans Schwoller, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von ScaleWings ausdrückte. Die Experimental-Version ist nach den europäischen CS-23-Bauvorschriften konstruiert und für +6/-3 g ausgelegt.

Obwohl die rasante Einmot aussieht wie ein Metallflugzeug – inklusive versenkter Nieten – ist sie aus Kohlefaserverbundwerkstoffen gefertigt. Die Experimental-Version wurde für ein Maximalgeschwindigkeit von 324 Knoten (600 km/h) ausgelegt. Eine Kunstflugschmierung mit der Bezeichnung ScaleWings AcroOil ermöglicht auch leichten Kunstflug mit der Mini-Mustang. Ein Flugzeugselbstbauer ohne Erfahrung soll das Kitflugzeug dank eines Schnellbausatzes in 500 bis 600 Arbeitsstunden bauen können, schätzt die Firma. Als Basispreis für das Kitflugzeug verlangt der Hersteller 99.800 Euro. In diesem Preis sind der Motor, der Propeller und die Avionik noch nicht enthalten.

Ein veritabler V-8-Chevy-Motor wird als Antrieb für die Experimental-Version der sw51 Mustang angeboten. © V. K. Thomalla

Für Kunden in den USA will ScaleWings eine S-LSA-Version bauen. Aufgrund der dortigen Vorschriften für S-LSA erhält diese Version aber kein Einziehfahrwerk und keinen Verstellpropeller. Auch wird die Maximalgeschwindigkeit 120 Knoten nicht überschreiten.

ScaleWings will das UL noch 2018 bauen

Sobald die 600-Kilogramm-Regelung für Ultraleichtflugzeuge in Europa verabschiedet ist, wird Schwoller die Mustang auch als UL anbieten. „Eine sw51 mit 472,5 Kilogramm zu realisieren, steht außer Frage“, so Schwoller. Das UL wird aus der Experimentalversion abgeleitet. Ab Herbst 2018 soll die UL-Mustang im Angebot stehen. Hervorzuheben ist, dass die Abmessungen beider Versionen – trotz eines Unterschieds der maximalen Abflugmassen von 600 Kilogramm – identische Abmessungen haben werden. Die Gewichtseinsparungen bei der UL-Version werden durch die Stärke der tragenden Strukturen erzielt.

Im Juni vergangenen Jahres hat ScaleWings in Krosno in Polen eine Produktionsfirma gegründet, die eine 3.000 Quadratmeter große Halle für die Produktion der sw51 gemietet hat. Die ersten Teile für die Serien-Bausätze sind bereits produziert. Bislang hat der Hersteller drei Flugzeug verkauft.

Fabrice Morlon

 

 

 

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