Homepage » General Aviation » Junkers F 13 ist in Bremen gelandet

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Um den Jahrestag der ersten Ost-West-Atlantiküberquerung zu feiern, die vor 90 Jahren mit der Junkers W 33 Bremen gelang, besuchte die Junkers F 13 aus Dübendorf den Flughafen der Hansestadt. In der nächsten Woche wird der Nachbau der historischen Einmot dann in Friedrichshafen auf der AERO zu sehen sein.

13.04.2018

Der Atlas Air Service beherbergte die Junkers F 13 aus Anlass der ersten Ost-West-Atlantiküberquerung mit der Junkers W 33 "Bremen" im Jahr 1928. © Volker K. Thomalla

Auf den gestrigen Tag genau vor 90 Jahren gelang den drei Luftfahrt-Pionieren Hermann Köhl, Günther Freiherr von Hünefeld und James C. Fitzmaurice als ersten Piloten die Nonstop-Überquerung des Atlantiks in einem Flugzeug in Ost-West-Richtung. Sie landeten nach einem über 36-stündigen Flug an der Südküste Labradors auf Greenly Island. Ihr Flugzeug, die Junkers W 33 Bremen ist heute auf dem Flughafen in Bremen ausgestellt.

Der Bremer Verein Bremer AIRbe e. V. organisiert in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe „Highlights der Bremer Luftfahrt 2018“, in deren Rahmen der Atlantiküberquerung vor 90 Jahren gedacht wird. Gestern bildete die Landung des Nachbaus der Junkers F 13 der neuen Schweizer Flugzeugmanufaktur „Junkers Flugzeugwerke AG“ den Auftakt zum so genannten Wellblechwochenende, bei dem sich alles um Hugo Junkers und seine Flugzeuge dreht.

Die F 13 wird auf der AERO zu sehen sein

Die Junkers F 13 mit dem Kennzeichen HB-RIM war am Vortag in drei Etappen von ihrem Heimatstandort Dübendorf bei Zürich nach Ganderkesee geflogen. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 90 Knoten ist ein solcher Flug ein durchaus tagesfüllendes Programm.  Dieter Morszeck – der Initiator hinter dem Projekt des F 13-Nachbaus – und der Ju-Air-Pilot Urs Nagel bildeten die Besatzung im offenen Cockpit  auf diesem Flug.

Gestern kurz vor 13.00 Uhr starteten sie dann vom Atlas Airfield in Ganderkesee nach Bremen, wo sie kurz nach 13.00 Uhr auf dem Flughafen landeten. Im modernen Hangar des Atlas Air Service am Flughafen  Bremen wurden sie von Nicolas von Mende, dem Hauptgeschäftsführer (CEO) der Atlas Air Service AG, Gregor Bremer, dem CTO der Atlas Air Service AG sowie Dr. Jens Petersen und Professor Dr. Bernd Hamacher vom Verein „Wir holen die Bremen nach Bremen e. V.“ sowie geladenen Gästen empfangen.

Während in Bremen dieses Wochenende noch ganz im Zeichen der Wellblechflieger steht, ist die Junkers F 13 schon wieder auf dem Weg nach Süden. Sie wird in der nächsten Woche in Friedrichshafen auf der AERO (18. bis 21. April) ausgestellt und muss pünktlich am Bodensee landen, da die in den Hallen präsentierten Flugzeuge in einer bestimmten Reihenfolge in die Halle gerollt werden müssen. Verpasst ein Flugzeug seinen Slot zum Einhallen, kann es nicht am Stand gezeigt werden.

In Bremen stehen in diesem Jahr noch mehrere Luftfahrt-Highlights auf dem Programm. Am 26. Mai gibt es eine Ausstellung „Bremer Luftfahrt vom Anfang bis heute“ beim Bremer Verein für Luftfahrt, und vom 10. bis 12. August steht das Wochenende im Zeichen der Focke-Wulf Fw 200, die 1938 ebenfalls durch einen Transatlantikflug in die Schlagzeilen geriet: Ihr gelang als erstem landgestützten Flugzeug ein Nonstop-Flug von Berlin nach New York.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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