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Michael Goulian gewinnt das Red Bull Air Race in Abu Dhabi

Das Auftaktrennen der Red Bull Air Race-Saison 2018 in Abu Dhabi war für die deutschen Piloten von Höhen und Tiefen geprägt. Matthias Dolderer hatte noch das Qualifying dominiert, im Rennen landete jedoch Michael Goulian auf dem höchsten Podestplatz. Das Rennen beim Nachwuchswettbewerb Challenger Cup entschied hingegen Florian Bergér für sich.

6.02.2018

Michael Goulian gewann das erste Rennen der Red Bull Air Race-Saison 2018 in Abu Dhabi. © Naim Chidiac/Red Bull Content Pool

Nach dem Qualifying am Freitag war Matthias Dolderer aus Tannheim noch hoch zufrieden, hatte er doch den Tag als schnellster Pilot beendet. „Es ist fantastisch, so in das Jahr zu starten“, sagte der 47-Jährige noch nach dem Qualifying. Aber er wusste auch, dass die Konkurrenz nicht schläft: „Aber wir haben gesehen, dass es ziemlich eng ist. Alle sind super schnell, man darf sich keinen Fehler erlauben. Die Entscheidung fällt bei den Wendemanövern. Da kommt es drauf an, wie man fliegt.“

Matthias Dolderer war im Qualifying für das erste Red Bull Air Race in der Saison 2018 nicht zu schlagen. Im Rennen lief es für den Tannheimer aber nicht optimal. © Naim Chidiac/Red Bull Content Pool

Beim Rennen am nächsten Tag hatte er Pech, denn ein Over-g-Manöver am vorletzten Gate des Parcours wurde ihm zum Verhängnis. Weil er das zulässige g-Limit von 12 g überschritten hatte, wurde sein Flug nicht gewertet und er landete abgeschlagen auf dem 13. Platz. „Das ist super schade, ich bin sehr enttäuscht. Wir wollen Weltmeister werden, müssen aber zurück zur Beständigkeit finden“, kommentierte er sein Abschneiden.

Erst der zweite Sieg für Goulian

Am Ende landete der 49-järhige Air Race-Veteran Michael Goulian aus den Vereinigten Staaten auf dem ersten Rang, gefolgt von dem letztjährigen Weltmeister Yoshihide Muroya  aus Japan und Vize-Weltmeister Martin Šonka  aus der Tschechischen Republik. Goulian hat in seiner Karriere erst ein Red Bull Air Race gewonnen, und das war 2009 in Budapest. Deswegen war sein Sieg schon eine Überraschung. Dementsprechend freute er sich mit seinem Team: „Es ist fantastisch. Wir mussten so lange auf den zweiten Sieg warten. Wir sind alle überglücklich.“

Das Ergebnis wurde später noch einmal korrigiert, denn eine Untersuchung des Flugzeugs von Martin Šonka brachte eine unerlaubte technische Veränderung ans Licht, die zur Disqualifizierung des Piloten führte. Diese Veränderung sei aber auf Verschleiß zurückzuführen und wurde von den Inspektoren nicht als absichtliche Modifikation zur Leistungsverbesserung angesehen. Das Team verlor deshalb zwei Punkte und wurde um einen Platz in der Wertung zurückgesetzt.

Florian Berger gewann in Abu Dhabi den Challenger Cup, gefolgt von Luke Czepiela aus Polen (li.) und Kevin Coleman aus den USA (re.) © Andreas Langreiter/Red Bull Content Pool

Beim ebenfalls in Abu Dhabi ausgetragenen Nachwuchswettbewerb Challenger Cup, der talentierte Piloten an das Renngeschehen heranführen soll, setzte sich die deutsche Nachwuchshoffnung Florian Bergér durch. Er hatte die Nachwuchsserie in den beiden vergangenen Jahren bereits gewonnen und ging deshalb auch als großer Favorit ins Rennen. Dieser Rolle wurde er gerecht und verwies den polnischen Nachwuchspiloten Luke Czepiela und den US-Rennpiloten Kevin Coleman auf die Plätze.

Das nächste Race der insgesamt acht Rennen umfassenden Red Bull Air Race Serie 2018 findet am 21. und 22. April im südfranzösischen Cannes statt.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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