Homepage » General Aviation » Volvo-Muttergesellschaft kauft Terrafugia

Der chinesische Konzern Zhejiang Geely, dem die Autohersteller Volvo und Lotus gehören, hat nach Medienberichten Terrafugia, den Hersteller eines fliegenden Autos, gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

Terrafugia arbeitet an dem futuristischen TF-X, einem fliegenden Auto, das in acht bis zehn Jahren produktionsreif sein könnte. © Terrafugia

Die vor elf Jahren von einer Gruppe Absolventen der renommierten Elite-Uni MIT gegründete US-Firma Terrafugia ist nach übereinstimmenden Medienberichten von dem chinesischen Konzern Zhejiang Geely gekauft worden. Dem Konzern gehören unter anderem die Automobilhersteller Volvo und Lotus. Die chinesische Tageszeitung South China Morning Post berichtet, dass der Kaufpreis nicht veröffentlicht wurde.

Die Terrafugia Transition ist ein praxistaugliches fliegendes Auto. © Terrafugia

Terrafugia hat ein fliegendes Auto, die Terrafugia Transition, entwickelt und in die Luft gebracht. Die in Boston ansässige Firma hat das Fluggerät auch bereits auf dem EAA AirVenture in Oshkosh vorgestellt. Obwohl der Hersteller mit einer Aufnahme der Serienfertigung frühestens in zwei, drei Jahren rechnet, hat die Firma bereits angezahlte Bestellungen für die Transition erhalten. Als Kaufpreis für das fliegende Auto werden derzeit 279.000 US-Dollar genannt. Die rückzahlbare Anzahlung, die bei jeder Reservierung einer Lieferposition fällig wird, beträgt 10.000 US-Dollar.

Mobilitäts-Revolution mit der TF-X

Die Transition soll jedoch nur ein erster Schritt zu einer neuen Form der Mobilität sein. Während die Transition noch weitgehend von dem Fahrer/Piloten gesteuert wird und auf konventionelle Start- und Landebahnen angewiesen ist, soll die nächste Generation dieser Fluggeräte wichtige und sicherheitsrelevante Flugphasen wie Start und Landung weitgehend automatisiert bewältigen. Terrafugia arbeitet an dem Konzept unter der Projektbezeichnung TF-X. Dieses Flugauto soll über zwei Kipprotoren verfügen und so ohne lange Start- und Landebahnen auskommen. Während die Transition noch von einem konventionellen Verbrennungsmotor angetrieben wird, soll die TF-X nur noch über einen Elektroantrieb verfügen. Das Team um den Firmeninitiator Carl Dietrich hat die Vision, dieses Konzept „in den nächsten Jahrzehnten“ zu einem Massenprodukt zu machen. Durch den Einstieg des Volvo-Mutterkonzerns könnte nun ein wichtiger Schritt zur Realisierung der Vision gegangen worden sein.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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