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EASA empfiehlt Flight Recorder für leichte Hubschrauber

Die EASA empfiehlt auch Betreibern von leichten Helikoptern, Flight Recorder zu installieren. Viele Hersteller bieten diese Geräte bereits als Option bei neuen Hubschraubern an, und die Gewichtsfrage ist bei modernen Aufzeichnungsgeräten auch kein entscheidender Faktor mehr. 

11.02.2020

Die EASA empfiehlt Betreibern von leichten Hubschraubern wie dieser Robinson R44 den Einbau von Flight Recordern. © Robinson Helicopter Company

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am 27. Januar, einen Tag nach dem Absturz der Sikorsky S-76B in Kalifornien, bei dem der US-Basketballstar Kobe Bryant ums Leben kam, die Empfehlung herausgegeben, auch leichte Hubschrauber mit Flight Recordern auszurüsten.

Das Safety Information Bulletin (SIB 2019-15R1) weist auf den Sicherheitsgewinn durch den freiwilligen Einbau von Flight Recordern hin. Die EASA nutzt dabei bewusst den Begriff Flight Recorder. Er umfasst alle Geräte, die Daten-, Audio- und Video-Aufnahmen machen und ununterbrochen vom Start bis zur Landung laufen. Dazu gehören sowohl Flugdatenschreiber (Flight Data Recorder/FDR) als auch Cockpit Voice Recorder (CVR) und fest installierte Videokameras.

Einbaupflicht wird ab 2022 erweitert

Derzeit sind nur gewerblich eingesetzte Hubschrauber mit einer maximal zugelassenen Abflugmasse von über 3.175 Kilogramm oder Hubschrauber dieser Gewichtsklasse, die nach Januar 2016 gebaut wurden, zum Einbau eines FDR oder CVR verpflichtet. Ab dem 5. September 2022 erweitert sich diese Einbaupflicht auch für alle Hubschrauber mit einer Abflugmasse von 2.250 bis 3.175 Kilogramm, wenn diese gewerblich fliegen.

Die EASA weist daraufhin, dass es viele Flight Recorder gäbe, die weniger als ein Kilogramm wiegen. Außerdem sei ein solches Gerät bei vielen Mustern als Option bereits auf der Liste der Sonderausstattung zu finden. Die Agentur nennt als Beispiele die Robinson R22,R44 und R66, die Airbus Helicopters-Musters H125, H135, EC130, AS350 und EC135 sowie die Bell 206.

Die Vorteile für den Betreiber lägen beispielsweise in einem besseren Training der Crew, in der Möglichkeit, die Einhaltung von bestehenden Vorschriften und Firmenprocedures zu überwachen und – im Fall eines Zwischenfalls oder Unfalls – diesen schnell aufzuklären.

Bob Fischer

 

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