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Kopter Helicopters

Erstflug des unbemannten MD 500-Helikopters bei Korean Air

Korean Air betreibt ein Institut für Luft- und Raumfahrtforschung, das kürzlich einen unbemannten Hubschrauber vom Typ MD 500 zum Erstflug gebracht hat. Der Hersteller sieht Potenzial für die Rotor-Drohne nicht nur im militärischen Bereich, sondern auch auf dem zivilen Markt. 

13.08.2019

Korean Air hat Ende Juli 2019 den ersten Testflug mit einem modifizierten, unbemannten Hubschrauber vom Typ MD 500 absolviert. © Korean Air

Die Aerospace Division der koreanischen Fluggesellschaft Korean Air entwickelt und produziert Komponenten für Luftfahrzeuge, unter anderem die Boeing 737, Boeing 777 und Boeing 787 sowie den Airbus A330. Außerdem hat sie Hubschrauber wie die UH-1, die MD 500 und die UH-60 Black Hawk für die südkoreanischen Streitkräfte montiert.

Auf dieses Know-how baut das neueste Projekt mit dem Namen KUS-VH auf, das als Technologieentwicklungsprojekt des koreanischen Ministeriums für Handel, Industrie und Energie läuft. Bei dem Luftfahrzeug handelt es sich um einen unbemannten Helikopter auf Basis der MD 500. Ende Juli flog der Prototyp des KUS-VH erstmalig über dem Gelände des Korea Aerospace research Institut in Goheung in der Provinz Süd-Jeolla. Der KUS-VH stieg bei seinem Jungfernflug auf eine Höhe von zehn Metern und führte dort verschiedene Flugmanöver durch. Nach 30 Minuten landete die Rotordrohne wieder.

KUS-VH soll sechs Stunden fliegen können

Zuvor hatte das Fluggerät verschiedene Bodentests absolviert, bei denen die Flugsteuerung validiert und die Funktionalität der Fernbedienung verifiziert wurde. Ziel des Projektes ist es, einen unbemannten Helikopter zu schaffen, der bis zu sechs Stunden in der Luft bleiben und dabei eine Nutzlast von 440 Kilogramm tragen kann. Abhängig von den Aufgaben sollen verschiedene Sensoren wie eine hochauflösende Videokamera sowie eine Infrarotkamera (EO/IR) integriert werden. Die Hubschrauberdrohne soll bei Tag und Nacht einsetzbar sein. Korean Air sieht für den KUS-VH nicht nur militärische, sondern auch zivile Anwendungspotenziale.

„Mit dem Erstflug des unbemannten MD 500-Hubschraubers haben wir unsere Kompetenzen im Bereich der unbemannten Hubschraubertechnologie demonstriert. Wir erwarten, diese Technologie auch auf andere Hubschrauber, einschließlich der UH-1H und UH-60, sowie auf Starrflügler wie die F-5 auszuweiten“, sagte Jong-koo Kang, Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrtforschung von Korean Air . „Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, unbemannte Hubschrauber zu entwickeln, die nicht nur auf den Inlands-, sondern auch in den Auslandsmärkten Fuß fassen können, indem wir die Benutzeranforderungen aktiv und kontinuierlich berücksichtigen.“

Bob Fischer

 

 

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