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HELI-Flugrettung Südtirol zieht Bilanz für das Jahr 2017

Die Flugrettung in Südtirol wurde im vergangenen Jahr deutlich häufiger zu Einsätzen gerufen als im Jahr davor, gab der Verein HELI-Flugrettung Südtirol nun bekannt.
6.06.2018

Die beiden Rettungshubschrauber Pelikan 1 und 2 in Südtirol wurden in diesem Jahr wieder in ihrer ursprünglichen Farbe lackiert. © HELI-Flugrettung Südtirol

Zu insgesamt 3.304 Rettungseinsätzen sind die Flugretter der beiden Hubschrauber Pelikan 1 und 2 sowie des Aiut Alpin Dolomites im vergangenen abgehoben. Das entspricht einer Zunahme von über zehn Prozent im Vergleich mit dem Jahr 2016. Ähnlich die Zunahme der versorgten Patienten, die mit 3.107 Personen ebenso um ein gutes Zehntel angewachsen sind. Das ist ein Auszug der Leistungsbilanz, die Dr. Georg Rammlmair, neuer und alter Präsident des Vereins „HELI-Flugrettung Südtirol“ beim Jahresrückblick 2017 vorgelegt hat.

„Das Jahr 2017 ist durch eine deutliche Zunahme der Einsätze gekennzeichnet“, erklärte Rammlmair. „Wir haben im vergangenen Jahr mehr Einsätze geflogen wie in den Jahren zuvor und dabei auch deutlich mehr Personen retten können“. Während die Südtiroler Flugrettung 2015 insgesamt 2.901 Mal (109.847 Flugminuten) abgehoben ist, flog sie 2016 2.994 Einsätze (112.565 Flugminuten) und im Vorjahr 3.304 Einsätze (122.229 Flugminuten).
97 Prozent aller Einsätze wurden in Südtirol geflogen sowie 104 in den Nachbarprovinzen Trient, Belluno, Verona, Brescia und Sondrio. Was die Herkunft der Patienten betrifft, stammten 55 Prozent aus Südtirol, 30 Prozent aus anderen italienischen Provinzen und 15 Prozent aus dem Ausland.

Rettungsflüge in der Dunkelheit

Ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr war auch die Einführung der sogenannten Tagrandflüge. „Durch diese Rettungseinsätze nach Sonnenuntergang konnte die Rettungskette in Südtirol deutlich verbessert werden“, erklärte „Heli“-Direktor Ivo Bonamico. Allein zwischen November 2017 und März 2018 sind die drei Rettungshubschrauber 109 Mal zu Einsätzen in der Dunkelheit gestartet.

Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen zu intensivieren, wurden im Vorjahr 110 Übungsflüge (8.329 Flugminuten) durchgeführt. Auch die Kostenentwicklung der Flugrettung ist durchaus positiv: Sie kostete die Steuerzahler im vergangenen Jahr etwa 2,8 Millionen Euro, im Jahr davor waren es fast 3,7 Millionen Euro. „Die Südtiroler Flugrettung ist ohne Zweifel ein Beispiel dafür, dass man einen höchst professionellen Dienst auch kostengünstig anbieten kann“, betonte Vereinschef Georg Rammlmair.

 

 

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