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Österreich stellt Finanzierung neuer Hubschrauber sicher

Die Bundesregierung in Wien hat die Mittel für die Ersatzbeschaffung der alternden Hubschrauberflotte in den Haushalt eingestellt. Neben zwölf leichteren Helikoptern soll das Bundesheer auch drei zusätzliche Sikorsky S-70i Black Hawk erhalten. Wie die aktuellen Einsätze bei der Schneekatastrophe zeigen, sind die Hubschrauber auch beim Zivilschutz eine unersetzbare Größe. 

17.01.2019

Eine Alouette III des Bundesheeres in Alpnach. © Emiel Sloot

Die österreichische Bundesregierung hat kurz vor dem Jahreswechsel 300 Millionen Euro für die Beschaffung von neuen Helikoptern für das Bundesheer in ihren Haushalt eingestellt. Die Streitkräfte sollen zunächst zwölf leichtere Hubschrauber als Ersatz für die seit 50 Jahren im Dienst stehenden Alouette III erhalten. Zusätzlich will das Verteidigungsministerium drei Sikorsky S-70i Black Hawk beschaffen, die die neun Black Hawks des Bundesheeres ergänzen. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte die kurzfristige Mittelfreigabe mit dem hohen Bedarf an Hubschraubern bei Katastropheneinsätzen begründet. Eine grundsätzliche Entscheidung für eine Ersatzbeschaffung der Alouettes hatte Wien allerdings schon im Sommer 2018 getroffen.

Hubschrauber des Bundesheeres

Mit diesem Budget kann der Verteidigungsminister Mario Kunasek die Vertragsverhandlungen für den Kauf der S-70i aufnehmen und die Ausschreibungen für die leichten Hubschrauber vorbereiten. Wenn die Verhandlungen zügig abgeschlossen würden, könnten die S-70i Black Hawk schon 2020 in Österreich landen, sagte der Minister. Kunasek wird mit den Worten zitiert: „Meine Vorgänger haben es zehn Jahre lang nicht geschafft, diese dringend notwendige Beschaffung umzusetzen – obwohl alle wussten, dass das Gerät schon ein halbes Jahrhundert alt ist.“

Regierungsgeschäft wird bevorzugt

Für die Ausschreibung zur Beschaffung der Alouette-Ersatzhelikopter gibt es allerdings noch keinen Zeitplan. Wien befürwortet nach den Erfahrungen beim Eurofighter-Kauf ein bilaterales Abkommen mit der Regierung des Herstellerlandes des dann ausgewählten Helikopters. Die österreichische Regierung strebt an, dass die ersten Alouette-Ersatzhubschrauber zwei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung geliefert werden. Bislang hatte das Verteidigungsministerium eine Ausmusterung der Alouette bis Ende 2023 vorgesehen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte: „Mit diesem Investitionspaket wollen wir das Bundesheer technisch aufrüsten und dafür sorgen, dass sie im Katastrophenfall mit den besten Geräten die Einsatz- und Hilfskräfte vor Ort unterstützen können.“

Bob Fischer

 

 

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