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ADAC-Rettungshubschrauber starteten zu 54.000 Einsätzen

Die Luftretter in Deutschland sind auch im 50. Jahr der Einrichtung der Luftrettung häufig gefragte Helfer, die medizinische Personal schnell an die Einsatzstelle und Patienten ebenso schnell zur Behandlung in die Klinik bringen. Auch wenn die Zahl der Einsätze bei der ADAC Luftrettung zum zweiten Jahr in Folge zurückging, ist die Gesamtzahl der Flüge doch beeindruckend hoch. 

6.03.2020

Der in Augsburg stationierte Rettungshubschrauber Christoph 40 absolvierte 2019 insgesamt 1.443 Einsätze. © ADAC Luftrettung

Auch im 50. Jahr der Luftrettung in Deutschland bleiben die Rettungshubschrauber ein wichtiges Mittel in der Rettungskette. Im vergangenen Jahr absolvierten allein die Hubschrauber der ADAC Luftrettung 53.967 Einsätze. Das 389 weniger als noch 2018 und 524 weniger als 2017. Im Durchschnitt sind das 148 Einsätze pro Tag.

„So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich“, sagte Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, bei der Vorstellung der Bilanz an der Klinik München-Harlaching.

Die Liste der Einsatzorte führt Bayern mit 12.557 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 37 Stationen der gemeinnützigen Organisation. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7.951, Nordrhein-Westfalen mit 5.958 und Niedersachsen mit 5.606 Einsätzen. Bei den Städten mit den meisten Einsatzflügen liegt „Christoph 31“ in Berlin erneut vorne. Er flog zu 2.467 Notfällen. Dahinter platzieren sich im bundesweiten Ranking die Stationen Wittlich (2.186) und Koblenz (2.088) in Rheinland-Pfalz sowie Ochsenfurt (1.968) in Bayern.

Mehr Windeneinsätze im letzten Jahr

Zugenommen habe nach Angaben der ADAC Luftrettung die Zahl der Spezialeinsätze. Die vier Windenstationen in München, Murnau, Straubing und Sande verzeichneten mit 306 Windeneinsätzen ein Plus von vier Prozent. Leicht zugenommen hätten mit 2.815 Einsätzen auch Rettungsflüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit.

Die ADAC Luftrettung für auch Sekundäreinsätze durch. Hier ein Foto des Helikopters Christoph Westfalen. © obs/Clean Fotostudio/Wallenhorst

Unter den versorgten Patienten waren 2019 mit 58 Prozent wieder etwas mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche. Einsatzgrund Nummer eins waren bei mit 32 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 29 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Retter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.

Die ADAC Luftrettung nutzt ausschließlich Hubschrauber des Typs H135 und H145 von Airbus Helicopters. Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz rund 30 Minuten. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren stabil geblieben.

160 Piloten bei der ADAC Luftrettung

Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung fast 1.100 Menschen – darunter 160 Piloten, 250 Notfallsanitäter und rund 600 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Die Luftrettung in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, deswegen veranstalten die verschiedenen ADAC-Luftrettungsstationen eigene Events. Am 17. Oktober wird es einen Tag der Offenen Tür der Klink in München-Harlaching geben, und am 30. November einen großen Festakt in München, um das goldene Jubiläum zu feiern.

 

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