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Airborne Services überholt Apache-Rotorblätter

Boeing und das holländische Wartungsunternehmen Airborne Services haben während der Paris Air Show ein Lizenzabkommen über die Wartung und Reparatur von Rotorblättern des Kampfhubschraubers AH-64 Apache getroffen. 

25.06.2017

Airborne Services aus den Niederlanden darf Apache-Rotorblätter warten und reparieren. © Boeing

Dank des Abkommens haben internationale Betreiber eine weitere Alternative für die Wartung und die Reparatur von Rotorblättern des Kampfhubschraubers AH-64. Airborne Services hat die Lizenz erhalten, Wartung, Reparatur und Überholung der Rotorblätter vorzunehmen. Der Vertrag kam zustande, weil die Koninklijke Luchtmacht (Royal Netherlands Air Force/RNLAF) deutlich mehr mit ihren Kampfhubschraubern vom Typ Apache fliegt als ursprünglich erwartet.  Das Logistic Air Force Centre in Woensdrecht (LCW) suchte deshalb nach einem lokalen Partner, der zusätzliche Wartungskapazitäten flexibel bereitstellen könnte. Airborne Services  ist auf die Reparatur und Inspektion von Composite-Teilen aus der Luftfahrt, besonders Rotorblättern, spezialisiert. Die Firma war ohnehin schon ein Partner des LCW. Derzeit arbeitet die Firma schon für die RNLAF als Dienstleister an den Hubschraubermustern NH90, Cougar, Chinook und Apache. Sie unterhält dafür an der Main Operating Base (MOB) in Woensdrecht eine hochmoderne Werft.

Langjährige Partnerschaft mit Boeing

“Boeing und Airborne sind schon seit 15 Jahren strategische Partner”, sagte Maria Laine, Vorstandsmitglied bei Boeing International für strategische Partnerschaften. “Indem wir mit spezialisierten internationalen Partnern zusammenarbeiten, sind wir in der Lage, schnelle und erschwingliche Maintenance-Dienste für Boeing-Kunden anzubieten, wo auch immer Bedarf besteht.“

Airborne Services aus den Niederlanden betreut in Woensdrecht bereits Komponenten des Kampfhubschraubers AH-64D Apache. © Bob Fischer

Air Commodore Mario Verbeek, Direktor für Materialerhaltung & Logistik der RNLAF ergänzte: “Als Betreiber des AH-64 Apache profitieren wir von dieser Vereinbarung, da unsere Helikopter nun eine höhere Verfügbarkeit haben werden.“

Airborne Services beschäftigt rund 250 Mitarbeiter an Standorten in den Niederlanden, in Großbritannien und in Spanien.  Die Firma forscht auch im Rahmen eines aus mehreren Firmen bestehenden Konsortiums daran, wie ein Teil des Reparaturprozesses von Faserverbundwerkstoffen durch den Einsatz von Robotern stärker automatisiert werden kann.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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