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Airbus bietet der US Navy die H135 als Trainingshubschrauber an

Airbus Helicopters wird die zweimotorige H135 in das Rennen um den nächsten Trainingshubschrauber der US Navy schicken. Im Herbst will die US Navy eine Angebotsaufforderung verschicken.

19.05.2018

Airbus Helicopters hat bekanntgegeben, dass sie der US Navy die H135 als Trainingshelikopter anbieten werden. © Airbus Helicopters

Die US Navy hat schon längere Zeit Bedarf an einem neuen Trainingshubschrauber für die Anfängerschulung. Derzeit nutzt sie eine Flotte von Bell TH-57 Sea Ranger, eine militarisierte Variante der Bell 206 Jet Ranger, die seit 1968 in dieser Rolle genutzt wird. Die aktuell eingesetzte Variante TH-57C Sea Ranger wurde 1982 eingeführt.  Insgesamt nutzt die US Navy auf dem Stützpunkt Naval Air Station Whiting Field im US-Bundesstaat Florida 113 Exemplare für das Training angehender Helikopterpiloten.

Airbus Helicopters hat nun im Rahmen eines Symposiums der Naval Helicopter Association in dieser Woche in Norfolk, Virginia, bekanntgegeben, dass das Unternehmen der US Navy das zweimotorige Muster H135 als Ersatz für die TH-57C anbieten wird. Um die Ambitionen zu unterstreichen, hat Airbus Helicopters auch eine H135 in Navy-Farbgebung und mit Navy-Markings nach Norfolk geflogen.

H135-Fertigung in Columbus vorgesehen

Der Hersteller produziert bereits in seinem Werk in Columbus in Mississippi Helikopter vom Typ UH-72A für die US-Streitkräfte. Sollte sich die US Navy zum Kauf der H135 entscheiden, würden diese Hubschrauber ebenfalls in Columbus gebaut werden.

Airbus Helicopters weist darauf hin, dass die H135 einer der sichersten Helikopter ihrer Klass sei. Sie verfügt über ein modernes Glascockpit, ein aufprallresistentes Treibstoffsystem, sowie speziell entwickelte Sitze, Kufen und eine Zelle, die bei einem Aufprall Energie absorbieren.

Der Hersteller hebt hervor, dass die H135 in 13 Ländern für das Training von angehenden Militärpiloten eingesetzt wird, unter anderem in Deutschland, Australien und in Großbritannien.

Allerdings ist Airbus Helicopters nicht der einzige Hersteller, der Interesse daran hat, die US Navy mit einem neuen Trainingshubschrauber zu versorgen. Bell hat bereits angekündigt, die Bell 407GXi antreten zu lassen, während der italienische Hersteller Leonardo Helicopters seine AW119Kx anbieten wird.

Die US Navy hatte in einer Aufforderung zur Abgabe von Informationen (RFI/Request for Information) im Juli des vergangenen Jahres verlautbart, dass sie 105 neue Hubschrauber benötige. Eine formale Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (RFP/Request for Proposal) erwarten die Hersteller im Herbst dieses Jahres. Die ersten Auslieferungen des neuen Navy-Trainingshubschraubers sollen bereits 2020 erfolgen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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