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Aiut Alpines zieht Bilanz der Sommersaison

Der Südtiroler Rettungshelikopter-Betreiber Aiut Alpines Dolomites hat am 8. Oktober seine Sommersaison beendet. Die Bilanz für die Sommersaison fiel durchwachsen aus.

Die Hubschrauber der Aiut Alpines hatten eine sehr geschäftige Sommersaison 2017. Foto: Aiut Alpin Dolomites/www.aiut-alpin-dolomites.com

Insgesamt 421 Einsätze flog die EC135 des Südtiroler Bergrettungsdienstes Aiut Alpines Dolomites in der gerade abgelaufenen Sommersaison. Sie dauerte in diesem Jahr vom 10. Juni bis zum 6. Oktober. Während es in den Monaten Juli und August relativ geschäftig zuging, war in der der letzten Septemberwoche für den Aiut Alpin Dolomites nur noch wenige Einsätze zu verzeichnen. Dazu beigetragen hat auch das schlechte Wetter.

Einer der letzten Noteinsätze der Sommersaison 2017 der Aiut Alpines galt einem dreijährigen Jungen, der auf einem Bauernhof in Sankt Kassian im Gadertal durch ein Futterloch gestürzt war. Das Kind erlitt dabei erhebliche Kopfverletzungen und musste auf schnellstem Weg in die Neurochirurgie des Bozner Krankenhauses geflogen werden.

Notfälle in den Bergen und auf den Straßen

Ebenfalls im Gadertal ereignete sich ein weitere Notfall, bei dem die schnelle Hilfe durch den Hubschrauber gefragt war: Oberhalb von Corvara hatte ein Mann starke Verbrennungen an Gesicht und Armen erlitten. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er ins Bozner Krankenhaus geflogen. Angesichts der Schwere der Verbrennungen ordneten die Bozner Ärzte dann die Überstellung des Patienten in das Krankenhaus Borgotrento von Verona an, das auf die Behandlung von Verbrennungen spezialisiert ist. Als der Hubschrauber wieder die Zentrale in Pontives anflog, war es bereits nach 20.00 Uhr und stockdunkel. Diese Mission konnte nur dank der Ausrüstung für Nachtflüge auch zu Ende gebracht worden.

In St. Leonhard im Gadertal zeigte ein 54 Jahre alter Tourist aus Chioggia deutliche Symptome einer schweren Lebensmittelallergie: Der Mann klagte über heftige Atembeschwerden, und er wurde nach der Verabreichung einer Kortison-Spritze ins Krankenhaus nach Bruneck geflogen.
Im Altersheim von Völs war ein älterer Mann gestürzt und hatte sich den Kopf aufgeschlagen, auch für ihn wurde der Einsatz der Flugrettung angefordert, genauso wie für eine Frau aus Klobenstein, die während eines Spaziergangs plötzlich heftige Kreislaufprobleme beklagte.

Die Bilanz der Sommersaison sah wie folgt aus: Die meisten der 421 Einsätze im Sommer 2017 galten Bergsteigern und Wanderern (147 Fälle). Die anderen Einsätze teilten sich auf in Arbeitsunfälle, Freizeitunfälle und Verkehrsunfälle. um Freizeit-, Arbeits- und Straßenunfälle, allgemeine medizinische Notfälle und Suchaktionen. Auch bei Suchaktionen nahm die Aiut Alpines mit ihrem Hubschrauber teil. Insgesamt konnte die Aiut Alpines Dolomites mehr als 400 Menschen helfen. Bemerkenswert ist, dass elf Einsätze in der Sommersaison in der Nacht bei Dunkelheit durchgeführt wurden. Die Wintersaison beginnt für den Hubschrauber am 2. Dezember dieses Jahres.

 

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