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Bell Helicopter beginnt mit den Bodentests der V-280 Valor

Bell Helicopter hat am 4. Oktober mit den Bodentests des Prototyps der Bell V-280 Valor begonnen. Das Kipprotormuster soll im nächsten Jahr zum ersten Mal ungefesselt fliegen.

Bell Helicopter hat in Amarillo, Texas, mit den ersten gefesselten Testläufen der V-280 Valor begonnen. © Bell Helicopter

Der amerikanische Helikopterhersteller Bell Helicopter hat am 4. Oktober mit den Bodentests seines neuen Kipprotor-Flugzeugs Bell V-280 Valor begonnen. Anfang des letzten Monats hatte der Hersteller die Endmontage des ersten Prototyps der Valor in seinem Werk in Amarillo im US-Bundesstaat Texas abgeschlossen.

Bei den ersten Bodentests auf dem Prüfstand in Amarillo ist das Fluggerät an den Prüfstand gefesselt. Ein Video zeigt das Anlassen und den Start der T-64-Triebwerke von GE Aviation, die die beiden Rotoren/Propeller mit niedriger Drehzahl drehen. Bei dem Film ist der Blick in die Schwenkmechanismen verpixelt worden.

Harter Kampf um den FVL-Auftrag

Mit dem zweimotorigen Muster bewirbt sich Bell Helicopter um das Future Vertical Lift-Programm (FVL) der US Army. Der Verlierer um diesen Auftrag dürfte für Jahrzehnte keine weiteren Aufträge der US Army bekommen, deshalb ist das Programm auch heiß umkämpft. Bell strebt eine Marschgeschwindigkeit von 280 Knoten für das Flugzeug an – das Pentagon fordert eine Marschgeschwindigkeit von mindestens 250 Knoten –, deswegen wurde das Muster auch V-280 genannt. Es soll vier Besatzungsmitglieder und bis zu 14 Soldaten über eine Einsatzdistanz von bis zu 800 nautischen Meilen transportieren.

Im Rahmen des FVL-Programms sollen bis zu fünf unterschiedlich große Muster einer Familie entwickelt werden, die neben den Transporthubschraubern UH-60 Blackhawk und CH-47 Chinook eventuell auch die OH-58 Kiowa und die AH-64 Apache ablösen sollen.

Neben Bell Helicopter ist auch die Lockheed Martin-Tocher Sikorsky Aircraft zusammen mit Boeing mit der SB>1 Defiant im Rennen um den Auftrag für das FVL-Programm.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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