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Italien bestellt weitere AW139 für Küstenwache und Finanzpolizei

Zwei italienische Behörden haben gestern bei Leonardo Helicopters insgesamt acht Helikopter des Typs AW139 bestellt. Damit hat der italienische Staat die Zahl seiner Hubschrauber dieses Typs auf 53 erhöht.

12.12.2017

Italien hat am 11. Dezember 2017 acht weitere AW139-Helikopter für die Küstenwache und die Finanzpolizei bestellt. © Guardia Costiera

Der italienische Leonardo-Konzern hat gestern acht zusätzliche AW139 Intermediate Twin-Helikopter an den italienischen Staat verkauft. Der Auftragswert der neuen Bestellung beträgt rund 112 Millionen Euro.

Die italienische Küstenwache (Guardia Costiera) hat einen Bedarf an zwei zusätzlichen Hubschraubern für Patrouillen-, Such- und Rettungseinsätze (SAR), während der Zoll und die Finanzpolizei (Guardia di Finanza) sechs weitere AW139 zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt. Die Küstenwache wird ihre beiden Hubschrauber bis Ende 2018 erhalten und damit ihre AW139-Flotte auf 14 Exemplare vergrößern. Die Küstenwache kennt das Muster sehr gut und hat erst kürzlich die 10.000. Flugstunde mit diesem Helikoptertyp absolviert.

Die AW139 ersetzt die AB412

Die Guardia di Finanza will den letzten der sechs jetzt georderten Hubschrauber erst 2020 in Empfang nehmen. Dann wird auch sie über eine Flottenstärke von 14 AW139 verfügen. Die AW139 ersetzen bei beiden Behörden die alternden AB412-Hubschrauber.

HeliVert, ein Joint-Venture von Leonardo und Russian Helicopters, fertigt die AW139 in Russland. © Volker K. Thomalla

Seit der Erstauslieferung der AW139 im Jahr 2005 haben 250 Kunden aus 70 Nationen annähernd 1.000 Exemplare des Typs bestellt. 53 dieser Bestellungen kamen vom italienischen Staat. Da bislang rund 900 Exemplare an Kunden übergeben worden sind, kann der Hersteller noch auf ein Auftragsbuch von rund 100 Helikoptern dieses Musters blicken. Leonardo betreibt eine Endmontagelinie für die AW139 im norditalienischen Verigate und eine in Tomilino bei Moskau. Für die russische Fertigungslinie hat Leonardo zusammen mit Russian Helicopters die Firma HeliVert als Joint-Venture gegründet.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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