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Italien hat die ersten beiden AW139-Löschhubschrauber erhalten

Die nationale italienische Feuerwehr hat ihre ersten beiden neuen Katastrophenschutz-Hubschrauber vom Typ AW139 beim Hersteller Leonardo Helicopters in Vergiate übernommen.

21.04.2019

Die nationale italienische Feuerwehr hat ihre ersten beiden Lösch- und Rettungshubschrauber des Musters AW139 am 18. April 2019 in Empfang genommen. © Leonardo

Die dem italienischen Innenministerium unterstellte nationale Feuerwehr (Vigili del Fuoco) hat im Rahmen einer kleinen Zeremonie in Vergiate in der norditalienischen Provinz Lombardei die ersten beiden von drei bestellten Rettungs- und Löschhubschraubern AW139 erhalten. Die Behörde will mit den von zwei PT6C-67C-Wellenturbinen angetriebenen Helikoptern die in die Jahre kommenden Hubschrauber des Typs AB412 ablösen. Die ersten beiden AW139 werden auf dem Flughafen Rom-Ciampiono stationiert.

Der Vertrag für die drei AW139 wurde erst im Dezember vergangenen Jahres vom Innenministerium unterzeichnet und sieht neben den drei fest bestellten Helikoptern auch Optionen für zwölf weitere Exemplare vor. Die Auftragssumme beträgt zum jetzigen Zeitpunkt 45 Millionen Euro und umfasst auch die Ersatzteilversorgung der Helikopter sowie das Training der Besatzungen. Neben der nationalen Feuerwehr Italiens haben auch die Luftstreitkräfte (Aeronautica Militare), die Finanzpolizei (Guardia di Finanza) sowie die italienische Küstenwache das Muster als Ersatz ihrer älteren Helikopter ausgewählt.

Umfangreiche Sonderausrüstung

Die AW139 der Vigili del Fuoco sind nicht nur für Lösch-, sondern auch für Such- und Rettungseinsätze über See und im Gebirge ausgerüstet. Zur Sonderausrüstung gehören ein Bambi-Bucket für Löscheinsätze, hochauflösende Video- und Infrarotkameras, Downlink-Systeme zur Echtzeit-Übertragung von Bewegtbildern, ein LiDAR-System zur Vermeidung von Kollisionen mit Hindernissen, ein Trakka-Suchscheinwerfer der neuesten Generation, Nachtsichtbrillen, ein externer Lautsprecher, Notfall-Schwimmer und extrem installierte Rettungsflöße und Bubble-Fenster, durch die die Besatzung besser nach unten schauen kann.

Leonardo fertigt den Helikopter in Vergiate in Norditalien, in Tomilino in Russland sowie in Philadelphia in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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