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Italiens Guardia di Finanza hat ihre erste AW169M übernommen

Die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza hat am 12. November als erster Betreiber überhaupt einen Hubschrauber des Typs AW169M übernommen. Weitere 21 Exemplare des mit umfangreichem Zusatzequipment ausgerüsteten Musters sollen bis 2024 an die Finanzpolizei ausgeliefert werden.

14.11.2019

Die italienische Guardia di Finanza hat am 12. November 2019 ihre erste von 22 bestellten AW169M in Empfang genommen. © Leonardo Helicopters

Der italienische Hubschrauberhersteller Leonardo Helicopters hat am 12. November in seinem Werk in Verigate nordwestlich von Mailand das erste Exemplar des Hubschraubermusters AW169M an die Guardia di Finanza, die italienische Finanzpolizei, übergeben. Die Finanzpolizei ist dem Wirtschafts- und Finanzministerium unterstellt und erfüllt eine große Bandbreite an Aufgaben, von der Überwachung von Seeräumen und Zollaufgaben über Polizeieinsätze bis hin zu Rettungseinsätzen über Land und See.

Die AW169M sollen bei der Guardia di Finanza die heute eingesetzten Hubschrauber älterer Bauart ersetzen. Dafür hat das Ministerium im November 2018 einen Vertrag über die Lieferung von 22 AW169M inklusive Training und logistischer Unterstützung im Wert von 280 Millionen Euro unterschrieben. Die restlichen 21 Helikopter sollen bis 2024 ausgeliefert werden und dann zusammen mit 14 AW139 die Flotte der Guardia di Finanza bilden.

Der in der Kategorie der Light Intermediate Twins angesiedelte Hubschrauber ist bei der Finanzpolizei mit einer großen Zusatzausrüstung bestückt und wurde im September dieses Jahres von der italienischen Rüstungsbehörde ARMAERO militärisch zugelassen. Zur Zusatzausrüstung gehören unter anderem: eine Rettungswinde, Wire Cutters, aufblasbare Rettungsinseln, Nachtsichtbrillen für die Crew, Suchscheinwerfer, das LIDAR-Hindernis-Warnsystem, das Kollisionswarnsystem TCAS II, das HUMS-Datensystem, das Leonardo ATOS-Aufklärungssystem, ein Gabbiano Radar sowie ein elektro-optisches Langstrecken-Aufklärungssystem LEOSS. Die maximale Abflugmasse der AW169M beträgt 4,8 Tonnen.

Derzeit sind 90 AW169 in der zivilen Ausführung bei verschiedenen Kunden im Einsatz. Dem Hersteller liegen nach eigenen Angaben bislang Aufträge für über 200 Hubschrauber dieses Musters vor.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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