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Ka-226T muss sich bei Hitzetests im Iran beweisen

Russland und der Iran arbeiten derzeit bei der Erprobung des leichten Hubschraubers Ka-226T zusammen. Der Koaxialrotor-Helikopter soll bei extremen Temperaturen seine Einsatztauglichkeit unter Beweis stellen. 

11.08.2017

Russian Helicopters testet die Ka-226T unter extremen klimatischen Bedingungen im Iran. © Russian Helicopters

Die Russian Helicopters Holding Company und die Iran Helicopters Support and Renewal Company haben mit der gemeinsamen Erprobung des Hubschraubers Ka-226T im Iran begonnen. Der zweimotorige leichte Hubschrauber, der von Kamow entwickelt worden ist, wird vor allem auf seine Tauglichkeit unter Hot & High-Bedingungen getestet. Bis mindestens Ende August wird der Drehflügler im Iran bleiben.

Im August herrschen in einigen Landesteilen des Irans Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius. Genau dort wollen die Prüfer die Ka-226T fliegen. Schon im September wollen beide beteiligten Firmen die Ergebnisse ihrer Testflüge auf einer Konferenz in Teheran potenziellen Kunden präsentieren.

„Die Tests der Ka-226T unter den extremen klimatischen Bedingungen im Iran werden den Hubschrauber noch interessanter für potenzielle Betreiber machen, nicht nur hier im Iran, sondern im gesamten Mittleren Osten“, sagte Andrej Boginsky, der Hauptgeschäftsführer von Russian Helicopters.

Safrans Arrius 2G1 treiben die Ka-226T an

Die Ka-226T hat eine maximale Startmasse von 3.600 Kilogramm und ist in der Lage, bis zu einer Tonne Nutzlast zu transportieren. Als Antrieb der Ka-226T hat Kamow das Arrius 2G1 von Safran Helicopter Engines ausgewählt. Sie zeichnet sich durch ein besonderes Konstruktionsmerkmal aus, denn das hintere Rumpfsegment ist als austauschbares Modul ausgelegt. So ist bei Bedarf ein Wechsel der Kabine und des einsatzspezifischen Equipments in sehr kurzer Zeit möglich.

Neben Bestellungen von den russischen Streitkräften liegen dem Hersteller auch Bestellungen der indischen Streitkräfte für das Muster vor. Indien will ab 2019 bis zu 200 Exemplare beschaffen, von denen rund 140 in Indien selbst gebaut werden sollen.

Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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