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Norwegen hat die erste AW101 für SAR-Aufgaben übernommen

Norwegen hat den ersten von 16 bestellten Helikopter für Search-and-Rescue-Missionen erhalten. Der Helikopter vom Typ AW101 flog am 17. November vom britischen Yeovilton nach Sola in Norwegen.

21.11.2017

Die norwegischen Streitkräfte habe ihre erste AW101 für den Such- und Rettungsdienst erhalten. © Royal Norwegian Air Force

Der italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Leonardo hat in der vergangenen Woche den ersten Hubschrauber vom Typ AW101 an das norwegische Ministerium für Justiz und öffentliche Sicherheit geliefert. Norwegen hat insgesamt 16 Hubschrauber dieses Musters bestellt, die als Helikopter für den Such- und Rettungsdienst (SAR) beschafft werden. Die norwegischen Luftstreitkräfte (Royal Norwegian Air Force RNoAF) betreiben die Hubschrauber im Auftrag des Justizministeriums.

Die AW101 ist ein dreimotoriger Helikopter, der sich besonders für Langstrecken-SAR-Einsätze über See eignet. Er ist für den Allwetter-Flugbetrieb zugelassen und darf aufgrund seiner besonderen Ausrüstung auch in bekannte Vereisungsbedingungen einfliegen. Die AW101 verfügt über eine Heckladerampe.

AW101 lösen über 40 Jahre alte Sea Kings ab

Das erste Exemplar für Norwegen hatte seinen Erstflug bereits im März 2016 absolviert. Es flog am 17. November vom britischen Herstellerwerk in Yeovilton zu Sola Air Station bei Stavanger im Süden Norwegens. Dort wird das Muster bei der RNoAF eine so genannte Operational Test & Evaluation Phase durchlaufen. Diese soll im Januar nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die AW1010 lösen bei der RNoAF die bisher verwendeten Westland Sea King-SAR-Hubschrauber ab. Diese waren bereits 1973 bei den norwegischen Streitkräften eingeführt worden, haben als 44 Jahre Dienst geleistet.

In Sola hatten die norwegischen Streitkräfte bereits im Juni dieses Jahres einen Full-Flight-Simulator für das Muster in Betrieb genommen und mit dem Besatzungstraining begonnen. Norwegen soll bis 2020 alle bestellten Hubschrauber dieses Typs von Leonardo erhalten. Der Hersteller hat mit der norwegischen Regierung einen langfristigen Vertrag zur logistischen Unterstützung der Hubschrauber abgeschlossen, der auf einem vereinbarten Flugstundenkontigent beruht. Die beiden Vertragspartner rechnen damit, dass die norwegische AW101-Flotte in der ersten 15 Jahren rund 90.000 Flugstunden absolvieren wird.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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