Homepage » Industrie - news » Catalyst-Triebwerk besteht Höhentests in Kanada

Das neue Turboprop-Triebwerk Catalyst von GE Aviation hat die Tests auf dem Höhenprüfstand in Kanada erfolgreich abgeschlossen. Das neue Triebwerk wurde komplett in Europa entworfen und wird größtenteils auch hier gefertigt. 

28.08.2019

Das Catalyst-Turboprop-Triebwerk von GE Aviation hat die Tests auf dem Höhenprüfstand in Kanada bestanden. © Avio Aero

Das neu entwickelte Turboprop-Triebwerk Catalyst von GE Aviation hat einen bedeutenden Programm-Meilenstein erfolgreich hinter sich gelassen. Es hat die Tests auf dem Höhenprüfstand der kanadischen Luftfahrt-Forschungseinrichtung National Research Council (NRC) in Ottawa erfolgreich bestanden. Während der Prüfstandsläufe wurde das Triebwerk bis in eine Höhe von 41.000 Fuß (12.4096 Meter) getestet.

Insgesamt hat der Hersteller das Triebwerk bislang 1.100 Betriebsstunden lang getestet. Dabei wurde es 850 Mal gestartet. Bis zur Zulassung rechnet GE Aviation mit rund 2.000 Teststunden. Mit dem Catalyst betritt GE Aviation Neuland, denn bisher hat kein anderer Hersteller ein Triebwerk in diesem Segment mit einer so geringen Teilezahl gebaut. Aufgrund der intensiven Nutzung der 3D-Druck-Produktionsmethode konnte die Teilezahl des Aggregats drastisch reduziert werden. Rund 35 Prozent aller Triebwerksteile entstehen im sogenannten Additive Manufacturing-Verfahren. Das ist der höchste Anteil an 3D-Druck-Komponenten, den je ein Triebwerk hatte. Um die zwölf Teile, die im 3D-Druck entstehen, in konventioneller Bauweise zu erstellen, wären bislang 855 Teile notwendig gewesen.

Erstanwendung ist die Cessna Denali

Textron Aviation ist der erste Kunde, der das neue Triebwerk in einem Flugzeug einsetzt. Die neue einmotorige Turboprop Cessna Denali ist die erste Anwendung für den Antrieb. Auch XTI Aircraft hat sich für das Catalyst als Antrieb für den TriFan 600 entschieden.

„Das Catalyst-Triebwerk hebt sich von den Turboprops auf dem Markt durch verschiedene und wichtige Eigenschaften ab, die seine Einzigartigkeit zur Geltung bringt: FADEPC (Full Authority Digital Engine and Propeller Control) erleichtert die Integration des Triebwerks in das Flugzeug und ermöglicht ein  Real Time Health Monitoring sowie die Optimierung der Wartungsintervalle“, sagte Paolo Salvetti, Military Sales Director & Product Growth Leader der GE Aviation-Tochter Avio Aero, die wichtige Komponenten für das Triebwerk fertigt.

Volker K. Thomalla

 

 

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