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Gulfstream hat Ersatzteilzentrum nach Amsterdam verlegt

Der Brexit wirft seine Schatten voraus: Um Verzögerungen durch Zollformalitäten bei der Ersatzteilversorgung zu vermeiden, hat Gulfstream Aerospace sein europäischen Zentrallager für Ersatzteile von London nach Amsterdam verlegt.

5.12.2019

Gulfstream Aerospace wird am Business Aviation-Flugplatz Farnborough im Westen Londons ein neues Service Center errichten. © Gulfstream Aerospace

Der Business Jet-Hersteller Gulfstream Aerospace Corporation hat mitgeteilt, dass er sein europäisches Ersatzteilzentrum aus der Region London in Großbritannien nach Amsterdam verlegt hat. Als Grund für die Verlagerung nennt der Hersteller den Brexit. Im neuen Ersatzteillager in der Nähe des Flughafens Amsterdam Schiphol lagern vor allem Ersatzteile, die stark nachgefragt sind. Mit dem Lager innerhalb eines EU-Landes will Gulfstream sicherstellen, dass die Ersatzteile auch nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) schnell und ohne aufwendige Zollformalitäten zu den Wartungs- und Instandhaltungsbetrieben geliefert werden können. Die Ersatzteile durchlaufen die Zollformalitäten vor der Einlagerung in das Spare Parts Center und können dann schnell innerhalb der EU dorthin verschickt werden, wo sie benötigt werden.

Der Umzug ist dem Brexit geschuldet

Derek Zimmerman, der Präsident des Gulfstream Kundendienstes, sagte: „Wir sind umgezogen, weil wir auch weiterhin die schnelle Lieferung von Teilen und Material an Kunden innerhalb der EU sicherstellen wollen. Wir haben mit der Verlagerung schon vor einigen Monaten begonnen. Das Lager in Amsterdam ist komplett betriebsbereit, und wir haben schon Teile im Wert von über 20 Millionen US-Dollar von dort verschickt.“ 

Gulfstream Aerospace betreibt ein eigenes Wartungszentrum in London-Luton und baut derzeit ein ultramodernes Wartungszentrum am Business Aviation Airport in Farnborough westlich von London auf. Zimmerman sagte im Hinblick auf Kunden, die ihre Flugzeuge dort betreuen lassen: „Unsere Kunden, die nach Großbritannien  fliegen oder ihre Flugzeuge in London stationiert haben, werden auch künftig den selben hohen Standard an Kundendienst von uns in unserem Wartungszentrum in London-Luton erhalten. Dort betreiben wir ein Ersatzteilzentrum mit einem Inventar, welches über 45 Millionen US-Dollar wert ist.“ Weltweit hält der Hersteller aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia ein Ersatzteilinventar in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar für seinen Kunden bereit.

Bob Fischer

 

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