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Liebherr-Aerospace fertigt A350-Teile im 3D-Druck

Liebherr Aerospace hat mit dem 3D-Druck von Komponenten für Airbus begonnen. Die Metallteile weisen eine höhere Steifigkeit und ein geringeres Gewicht auf als die bisher in konventioneller Bauweise entstandenen Komponenten.

17.01.2019

Das Foto erlaubt einen Blick in die Fertigungskammer des 3D-Druckers. © Liebherr Aerospace

Liebherr-Aerospace, einer der führenden europäischen Zulieferer für die Luftfahrtindustrie, hat in den letzten Jahren intensiv mit Airbus zusammengearbeitet und die Entwicklung des 3D-Drucks, der so genannten „additiven Fertigung“ aktiv begleitet. Bereits im Herbst 2017 hatte die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH, das Kompetenzzentrum für Flugsteuerungen, Fahrwerkssysteme sowie Getriebe von Liebherr, eine wichtige Hürde genommen, als sie die Zulassung zur Herstellung von Komponenten unter Verwendung der additiven Fertigung durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) erhielt. Seitdem fertigt der Zulieferer Serienteile aus Titan der Klasse 2 und 3 im 3D-Druckverfahren und liefert sie nach EASA-Formblatt 1 an Airbus.

Die von Liebherr im 3D-Druck hergestellten Teile zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit und eine bemerkenswerte Gewichtsreduzierung aus. © Liebherr-Aerospace

Bei den ersten flugtauglichen Komponenten, die Liebherr mit dem 3D-Druck herstellt, handelt es sich – nach erfolgter Zulassung seitens des europäischen Flugzeugherstellers – um Halterungen für das Bugfahrwerk des Airbus A350 XWB. Die Halterungen sind die ersten jemals eingeführten Airbus System-Teile, die für den 3D-Druck mit Titan qualifiziert sind.

„Dieser Meilenstein zeigt, dass wir als anerkannter und vertrauenswürdiger Partner in der Luftfahrtbranche Pionierarbeit leisten“, so Josef Gropper, Managing Director und Chief Operating Officer (COO) von Liebherr-Aerospace & Transportation SAS. Die Sensorhalterungen für das Bugfahrwerk der A350 XWB sind erst der Anfang. Gropper sagte:„Wir planen, in Zukunft komplexere Komponenten herzustellen, um das Potenzial der additiven Fertigung voll auszuschöpfen.“

 

 

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