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Lufthansa begutachtet Schäden mit dentCHECK von 8tree

Das Start-up-Unternehmen 8tree hat einen 3D-Scanner entwickelt, mit dessen Hilfe innerhalb von Minuten Strukturschäden an Flugzeugen aufgenommen, dokumentiert und analysiert werden. Dies war bisher eine aufwendige Arbeit, die viel Erfahrung und viel Zeit erforderte. Die Lufthansa Technik führt das Gerät nun weltweit ein.

18.10.2019

Das Schadenserfassungssystem dentCHECK von der Firma 8tree hat sich bei der Lufthansa Technik als einfach zu handhaben bewährt. © Jan Brandes/Lufthansa Technik

Zwischenfälle am Boden passieren im internationalen Flugverkehr fast täglich. Mal rammt eine Passagiertreppe ein Flugzeugheck, mal berührt ein Catering-Fahrzeug eine Tür zu heftig und ab und zu berühren sich auch mal zwei Flugzeuge auf dem Vorfeld unsanft. Die Schadensbegutachtung bei solchen Zwischenfällen ist nicht einfach.

Hat es eine Beschädigung der Flugzeugstruktur gegeben, die nicht auf den ersten Blick erkennbar ist? Wenn ja, wie tief ist die Delle in der Außenhaut? Besteht ein Sicherheitsrisiko für den weiteren Betrieb des Flugzeugs? Diese Fragen müssen beantwortet werden und wenn nötig, muss das Flugzeug repariert werden, bevor es wieder in den Betrieb genommen werden kann.

Dabei hilft der Lufthansa Technik nun ein innovatives optisches Werkzeug, das von der Start-up-Firma 8tree aus Rancho Cucamonga aus dem US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt wurde, und das Aerobuzz schon auf einer Maintenance-Konferenz in San Antonio im Frühjahr dieses Jahres in Aktion sehen konnte.

Einführung im globalen Netzwerk

„Nachdem wir mehrere Technologien zur Analyse von Dellen bei der Lufthansa Technik Malta getestet haben, waren wir von dentCHECK von 8tree aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit und Leistung überzeugt“, sagte  Cathal O’Loughlin, Leiterin Rolling & Equipment bei Lufthansa Technik Base Maintenance Services. Das Werkzeug erhöhe die Effizienz und Kapazität der Strukturmechaniker und deshalb habe man sich entschlossen, dentCHECK im globalen Maintenance-Netzwerk des Unternehmens einzuführen.

dentCHECK ist einfach zu handhaben. Der Mechaniker setzt das Werkzeug einfach auf die zu begutachtende Stelle der Flugzeugstruktur und nimmt ein 3D-Foto auf. Das Werkzeug begutachtet Abweichungen von der vorgegebenen Norm und stellt seine Analyse-Ergebnisse auf einem Bildschirm farbig aufbereitet vor. Das Werkzeug funktioniert bei allen Materialien und auf der gesamten Außenfläche eines Flugzeugs. Der 3D-Scanner reduziert die Zeit zum Begutachten von Dellen um bis zu 90 Prozent und liefert dokumentierte Ergebnisse. Innerhalb von Minuten können die Strukturmechaniker nun sagen, ob ein größerer Strukturschaden vorliegt oder ob es sich um einen oberflächlichen Kratzer handelt.

Der Hersteller 8tree hat das Werkzeug schon mit verschiedenen Flugzeugherstellern getestet, und es wurde von allen Beteiligten für die Schadensbegutachtung zugelassen.

Volker K. Thomalla

 

 

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